Rückenwind für die Sek

Die Sekundarschulgemeinde Romanshorn-Salmsach hat 2009 rund 200 000 Franken mehr eingenommen als ausgegeben. Sie hinterfragt die Organisation mit zwei identischen Schulanlagen.

Drucken
Teilen
Die Sekundarschule möchte möglichst optimale Voraussetzungen für die Schüler schaffen. (Bild: pd)

Die Sekundarschule möchte möglichst optimale Voraussetzungen für die Schüler schaffen. (Bild: pd)

romanshorn. Bei einem budgetierten Fehlbetrag von 158 899 Franken schliesst die Rechnung der Sekundarschulgemeinde Romanshorn-Salmsach mit einem Überschuss von Fr. 201 815.75. Das Eigenkapital steigt auf Fr. 1 425 427.28 an.

Halbe Million mehr Steuern

Verschiedene Faktoren haben zum Rechnungsabschluss geführt. «Der Finanzausgleich seitens des Kantons beläuft sich auf 171 033 statt der budgetierten 350 000 Franken», hält die Behörde fest.

Die Besoldungskosten im 2008 wurden zur Berechnung des Finanzausgleichs nicht voll anerkannt, und die über den Erwartungen gelegenen Steuererträge 2008 führten zum geringeren Finanzausgleich. Die Einkommens- und Vermögenssteuern der natürlichen Personen lagen weit über Budget, die Ertrags- und Kapitalsteuern der juristischen Personen darunter. Insgesamt gab es Mehreinnahmen aus Steuern von knapp 500 000 Franken.

«Unternehmerisches Denken»

Der erwartete Zinsanstieg blieb laut Mitteilung aufgrund der Finanzkrise aus und führte zu noch günstigeren Konditionen, weshalb der Zinsaufwand um 40 000 Franken unter Budget lag. Die Kosten für Wasser, Energie und Heizung lagen um über 20 000 Franken unter Budget. «Sehr erfreulich ist, dass all diejenigen Konten, die als Globalbudget in der Kompetenz des Schulleiters liegen, leicht unter oder im Budget sind», so die Behörde.

Sie ist überzeugt, dass sich das Globalbudget bei gewissen Konten bewährt, ohne dass bei den Aktivitäten für Schüler oder bei den Lehrern ein Leistungsabbau hätte vorgenommen werden müssen. «Im Gegenteil, es führt vermehrt zu unternehmerischem Denken.»

Im vergangenen Jahr blieb die Verschuldung konstant bei 5,1 Millionen. Per Ende Jahr waren alle Rechnungen im Zusammenhang mit der dritten Sanierungsetappe der Reckholdernanlage beglichen. Die Gesamtkosten: Fr. 1 236 885.

25. Via die letzten vier Budgetversammlungen waren insgesamt 1250 000 Franken bewilligt worden.

«Es gibt geeignetere Modelle»

Mit der Einführung der durchlässigen Sek wurden zwei absolut identische Schulanlagen gebildet: In der Reckholdern- wie auch der Weitenzelganlage sind Sekundarklassen Typ G (grundlegende Anforderungen) und E (erweiterte Anforderungen) aller drei Jahrgänge angesiedelt, und es werden in den Fächern Mathematik und Englisch je drei Niveaus, grundlegende, mittlere und erweiterte Fähigkeiten, gebildet.

Die Kleinklassen werden auf die beiden Anlagen verteilt, und die schulische Heilpädagogik und Schulsozialarbeit steht zentral beiden Anlagen zur Verfügung. Die Behörde und die Lehrerschaft haben sich mit der Frage auseinandergesetzt, ob dieses Modell den Schülern ideale Voraussetzungen bietet. «Wir sind der festen Überzeugung, dass es geeignetere Modelle gibt, die dem veränderten gesellschaftlichen Wandel in Romanshorn besser Rechnung tragen», so die Behörde.

In den kommenden Monaten wird das Konzept ausgearbeitet und anschliessend der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. (red.)

Aktuelle Nachrichten