Rückenwind für die Bank

Die Raiffeisenbank Regio Weinfelden will mit ihrer kleineren Schwester in Sulgen fusionieren. Anfänglich stiess das Vorhaben der Bank auf Kritik, heute wird die Massnahme akzeptiert.

Esther Simon
Drucken
Teilen
Das Gebäude der Raiffeisenbank Regio Weinfelden: Vermutlich künftiger Hauptsitz der geplanten Raiffeisenbank Mittelthurgau. (Bild: Mario Testa)

Das Gebäude der Raiffeisenbank Regio Weinfelden: Vermutlich künftiger Hauptsitz der geplanten Raiffeisenbank Mittelthurgau. (Bild: Mario Testa)

WEINFELDEN. Hundert Leute waren am Montagabend im Auholzsaal in Sulgen. Ernst Züblin, designierter Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank Mittelthurgau, orientierte über den geplanten Zusammenschluss der Raiffeisenbank Regio Weinfelden mit der Raiffeisenbank Sulgen. Doch keiner stellte eine Frage. Philippe Lienhard, der neue Vorsitzende der Bankleitung, ist vom Versammlungsverlauf aber nicht enttäuscht, wie er gestern auf Anfrage der Thurgauer Zeitung erklärte. «Ich ging davon aus, dass die Orientierungsversammlung ruhig verläuft.»

«Die Leute sind zufrieden»

Mehr noch: Lienhard sieht in der Tatsache, dass sich keiner zu Wort meldete, ein Indiz dafür, dass «die Leute zufrieden sind. Wir gehen von einer breiten Akzeptanz für die Fusion aus.»

Das war allerdings nicht immer so. Lienhard räumt ein, dass es an der Generalversammlung ein paar kritische Stimmen gegeben habe. Er sei ein paarmal gefragt worden, weshalb die beiden Banken fusionieren wollten, wo es ihnen doch gut gehe. Lienhard: «Das ist genau der Punkt. Wir handeln aus einer Position der Stärke heraus.» Im Juni seien dann auch die Entscheidungsträger in der Region über die geplante Heirat der beiden Banken informiert worden. Deren Bedenken – wegen allenfalls tieferer Steuererträge – hätten inzwischen zerstreut werden können, sagt Lienhard. «Dass die Entscheidungsträger hinter uns stehen, ist für uns sehr wichtig.»

Regelmässige Information

Seit mehr als zwei Jahren – seit Bekanntgabe der geplanten Fusion – orientierten die Raiffeisenbanken regelmässig und fundiert die Öffentlichkeit über den Stand der Dinge. Eine Orientierungsversammlung ist am 12. November auch in Weinfelden vorgesehen (siehe Kasten). Mit dem neuen Gebilde – der Raiffeisenbank Mittelthurgau – soll eine Bank mit einer Bilanzsumme von rund einer Milliarde Franken und rund 10 000 Genossenschaftern entstehen. Philippe Lienhard erhofft sich aus der Fusion, über die im Frühling abgestimmt wird, eine stärkere Position nicht nur im Markt, sondern auch innerhalb des Raiffeisenverbandes.

Aktuelle Nachrichten