«Roxy» tastet sich an neues System heran

ROMANSHORN. Platzreservationen im Kino Roxy werden einfacher. Seit dieser Woche ist ein elektronisches Ticketsystem in Betrieb. Bald soll es auch möglich sein, online darauf zuzugreifen.

Luisa Gomringer
Merken
Drucken
Teilen
Geschäftsführerin Andrea Röst zeigt auf den Display des neuen Ticketsystems. (Bild: Andrea Stalder)

Geschäftsführerin Andrea Röst zeigt auf den Display des neuen Ticketsystems. (Bild: Andrea Stalder)

Jürg Baumann tüftelt ein paar Stunden vor der Eröffnung des «Roxy» nach der Sommerpause noch an seinem Computer, um den Feinschliff zu machen. Eine Woche lang war er an der Arbeit, um das neue Ticketsystem einzurichten. «Das Kino in Romanshorn hat nun das gleiche System wie Kinos in Wil, Herisau und Zug», sagt Baumann, der alle beliefert hat.

Keine schlechten Plätze

Geschäftsführerin Andrea Röst freut sich über den Sprung ins elektronische Zeitalter auch an der Kasse. Sie sagt aber: «Es ist alles noch sehr neu für uns, und es braucht seine Zeit, bis wir daran gewöhnt sind.»

Stolz zeigt sie, wie das System funktioniert – und sie scheint im Umgang bereits geübt zu sein. Auf einem Bildschirm sieht der Besucher die Sitzplätze im «Roxy», die alle gleich viel kosten. «Denn bei uns gibt es keine schlechten Plätze» sagt Röst. Graue Figuren auf dem Display zeigen, welche Sitze reserviert sind.

Das Kino Roxy ist seit dem 21. März 2013 offen. Und es läuft sehr gut. So gut, dass teilweise nicht alle Reservationen berücksichtigt werden konnten. Es musste deshalb eine neue Lösung her. «Wir haben bis vor kurzem alles von Hand gemacht», sagt Vreni Schawalder, die Präsidentin des Trägervereins des Kino Roxy. Und sie zeigt auf die verschiedenfarbigen Ticketrollen, die bisher benutzt worden waren.

Die Veränderungen könnten ältere Kinobesucher abschrecken, sind sich die Verantwortlichen im «Roxy» bewusst. Sie weisen darum ausdrücklich darauf hin, dass man weiterhin auch per Telefon reservieren kann.

Auf der Suche nach Werbern

Gedauert hat das Einrichten des neuen Systems länger als gedacht, räumt Schawalder ein. «Wir wollten die Idee mit dem Ticketsystem schon in der ersten Jahreshälfte verwirklichen, hätten jedoch nicht erwartet, dass es sich so hinauszögern würde.» Es habe eine Weile gedauert, bis alles bereit gewesen sei für das Zahlen per EC- oder Postcard. «Und wir genügend Werber für die Hinterseite der Tickets hatten», sagt Schawalder. Nun sind vier gefunden.

Neben dem Ticketsystem an der Kasse sollte es in ein paar Wochen auch möglich sein, von zu Hause aus seinen Lieblingsplatz zu reservieren oder sogar zu bezahlen und das Ticket auszudrucken. Die Internetseite ist noch in Bearbeitung.

Gäste sind neugierig

Nach dem ersten Abend zeigte sich – es scheint durchaus zu funktionieren. «Zwar waren wir noch langsamer, als wenn wir alles von Hand gemacht hätten, doch die Gäste hatten Verständnis und waren neugierig» sagt Schawalder.

Mit rund 40 Gästen war der Dienstagabend gut besucht. Gezeigt wurde «Taxi Teheran», der mit viel Menschlichkeit und Humor die Stimmung der iranischen Gesellschaft einfängt.