Rotarier belohnen Einsatz

HAGENWIL. Der Verein Feines Kino/Kino Roxy und die Brüder Roland und Daniel Rossi sind die Preisträger des Kulturpreises, der vom Rotaryclub Oberthurgau im Mai vergeben wird.

Rita Kohn
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Sie gehören zum Stab der freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Verein Freies Kino/Kino Roxy erhalten. (Bild: pd)

Sie gehören zum Stab der freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Verein Freies Kino/Kino Roxy erhalten. (Bild: pd)

Kino und Theater: Das sind die Sparten, die dieses Jahr in den Genuss des vom Rotaryclub Oberthurgau verliehenen Kulturpreises kommen. Die vorberatende Kommission, der André Manz, Ralph Anderegg, Karl Svec und Aurelio Wettstein angehören, hat aus etlichen von Clubmitgliedern gemachten Vorschlägen zwei ausgewählt und den Rotariern vorgelegt. Zum einen ist dies der Verein Feines Kino/Kino Roxy in Romanshorn, zum anderen sind es die Brüder Roland und Daniel Rossi, die seit vielen Jahren mit den Bewohnern des ABA (Arbeitsheim für Behinderte Amriswil) Weihnachtsspiele einüben.

Vergeben wird der Kulturpreis am 12. Mai im Rahmen einer öffentlichen Feier um 18.15 Uhr im Kino Roxy in Romanshorn. «Das bietet sich regelrecht an», sagt Kommissionspräsident André Manz lächelnd.

Immense Freiwilligenarbeit

Als Preisträger ausgewählt wurde der Verein Feines Kino/Kino Roxy weil es bewiesen hat, dass sich ein Kino in einem schwierigen Umfeld halten kann, wenn es von genügend Menschen getragen wird. «Das heutige Kino Roxy wird von einem engagierten Team von rund 40 Freiwilligen betrieben», heisst es von Seiten des Rotaryclubs Oberthurgau.

Der Kulturpreis des Rotaryclubs wird als Anerkennung für die immense Freiwilligenarbeit zugunsten hochstehender Kinokultur verstanden. Wie hoch dotiert der Preis ist, will André Manz nicht verraten. «Das soll eine Überraschung für die Preisträger sein.» Die Preissumme ist seiner Ansicht nach auch nicht entscheidendes Merkmal. «Es geht darum, die grossartige Arbeit zu würdigen, die hier geleistet würde.»

Seit Jahrzehnten im Einsatz

Einen grossen Einsatz leisten auch Roland und Daniel Rossi. 40 Jahre der eine, 30 Jahre der andere, stehen die beiden Brüder schon für die Menschen vom ABA bereit. Jahr für Jahr studiert das Brüderpaar – beide Sekundarlehrer, der eine an der Oberstufe Kreuzlingen, der andere in Erlen – mit den Menschen aus dem ABA ein Theaterstück ein, das jeweils mit grossem Erfolg vor Weihnachten aufgeführt wird.

Um den verschiedenen Handicaps, die die Schauspielerinnen und Schauspieler mitbringen, gerecht zu werden, müssen Roland und Daniel Rossi die ausgewählten Stücke jeweils umschreiben und neu konzipieren. Diese Arbeit lohnt sich nicht nur für das Publikum. Denn jeweils unmittelbar nach der Aufführung des jeweiligen Weihnachtstheaters melden sich bereits die Frauen und Männer, die bei der nächsten Theaterproduktion dabei sein möchten.

Geld aus speziellem Fonds

Die Preissumme, die bei der Vergabe des Kulturpreises jeweils ausgeschüttet wird, stammt aus einem Fonds, der von den Mitgliedern des Rotaryclubs Oberthurgau gespeist wird. «Unsere Mitglieder legen jeweils zu Geburtstagen oder bei speziellen Ereignissen Geld in den Fonds ein», erklärt Pressesprecher Eugen Fahrni. So konnte seit Bestehen des Kulturpreises bereits eine Summe von 438 000 Franken ausgeschüttet werden.

Roland Rossi Theaterregisseur beim Weihnachtstheater ABA (Bild: pd)

Roland Rossi Theaterregisseur beim Weihnachtstheater ABA (Bild: pd)

Daniel Rossi Theaterregisseur beim Weihnachtstheater ABA (Bild: pd)

Daniel Rossi Theaterregisseur beim Weihnachtstheater ABA (Bild: pd)