Rossfall: Seit 1914 Arboner «Ferieninsel» für Schüler

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Das Ferienheim Rossfall im Appenzellerland wurde in innovativer Holzbauweise erstellt und 1914 eröffnet. Trägerschaft war die Schulgemeinde Arbon. Je zwei Schlafsäle in beiden Seitenflügeln des Gebäudes boten Platz für insgesamt sechzig Kinder. Schon wenige Jahre nach der Eröffnung veränderten mehrere Umbauten das Erscheinungsbild der Ferienkolonie. Bis 1944 verbrachten 4000 junge Arboner einen Teil ihrer Ferien im Rossfall – in erster Linie solche aus kinderreichen Familien sowie Kinder mit schwacher Gesundheit. Aufenthalte dauerten zunächst vier, später drei und schliesslich noch zwei Wochen. In den letzten Jahrzehnten wurde es immer schwieriger, das Lagerhaus angemessen auszulasten, kostendeckend zu betreiben und zu erhalten. Dabei spielte auch der nur bedingt attraktive Standort im Tal zwischen Urnäsch und der Schwäg­alp eine Rolle. Lange war die Möglichkeit diskutiert worden, das Lagerhaus zu veräussern. 2013 schliesslich sagten die Arboner Ja zum Verkauf des traditionsreichen Ferienheims. (red)