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ROSENSCHAU: «Eine Pause wäre problematisch»

Vom 25. Juni bis 3. Juli treffen sich Rosenfreunde aus dem In- und Ausland in Bischofszell. Es ist die 15. Auflage der grössten Schweizer Rosenschau. OK-Präsident Bernhard Bischof freut die nachhaltige Wirkung der Veranstaltung.
Georg Stelzner
OK-Präsident Bernhard Bischof bewundert Kletterrosen an einer Hausfassade in der Neugasse. (Bild: Reto Martin)

OK-Präsident Bernhard Bischof bewundert Kletterrosen an einer Hausfassade in der Neugasse. (Bild: Reto Martin)

Herr Bischof, wie ist die Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche eigentlich entstanden?

Bernhard Bischof: In den Neunzigerjahren war Bischofszell im Sommer ziemlich ausgestorben. Ich fand das schade, bietet die Altstadt doch eine prächtige Kulisse für Begegnungen. Unsere Veranstaltung soll Menschen, Blumen und Kultur zusammenführen. Und Rosen passen hervorragend zu einer mittelalterlichen Stadt.

Hätten Sie geglaubt, dass es die Rosen- und Kulturwoche im Jahr 2016 immer noch gibt?

Bischof: So weit voraus habe ich damals gar nicht gedacht. Mein Ziel ist immer die unmittelbar folgende Veranstaltung. Das OK hat das Konzept für die Rosen- und Kulturwoche Schritt für Schritt aufgebaut und weiterentwickelt. Ein wichtiger Punkt dabei ist, dass man Leute hat, die mit Herzblut bei der Sache sind.

Wurde der Ein-Jahres-Turnus im OK nie in Frage gestellt?

Bischof: Eine Pause wäre problematisch. Setzt man aus, muss man nach dem Unterbruch gewissermassen wieder von vorne beginnen. Ich bin mir nicht sicher, ob es die Rosen- und Kulturwoche noch gäbe, fände sie nicht jedes Jahr statt. Man denke nur an die Bigwa, die inzwischen nicht mehr durchgeführt wird.

Wie gross ist das OK?

Bischof: Wir sind zwei Frauen und acht Männer, wobei jedes Mitglied in seinem Bereich eine Fachfrau beziehungsweise ein Fachmann ist. Das trägt wesentlich zur Effizienz der Arbeit bei.

Sind Sie mit der ideellen und materiellen Unterstützung durch die Stadt Bischofszell zufrieden?

Bischof: Ja, sehr. Für uns als Veranstalter ist es wichtig, einen zuverlässigen Partner zu haben. Dasselbe gilt natürlich auch für die Stadt Bischofszell.

Hat die Rosen- und Kulturwoche inzwischen auch eine nachhaltige Wirkung entwickelt?

Bischof: Auf jeden Fall. In vielen Gärten der Stadt sieht man heute Rosen. Das ist ein Indiz dafür, dass die Leute bereit sind, einen Beitrag zu leisten. Ich habe schon das Gefühl, dass man sich mit unseren Zielen identifiziert. Ein Besuch in Bischofszell lohnt sich jetzt das ganze Jahr über.

Ist es nicht eine Belastung, Jahr für Jahr die hohen Erwartungen der vielen Besucher erfüllen zu müssen?

Bischof: Nein, so empfinde ich es nicht. Wir gehen so vor, dass wir eine bestimmte Idee thematisieren und um diese die ganze Veranstaltung aufbauen. Heuer lautet das Thema «Rosen – Kultur – Brauchtum». Wir profitieren von Synergien, und es gibt viele Personen, die mithelfen, dass die Veranstaltung ein Erfolg wird.

Welchen Massstab legen Sie bei sich selber an? Wann ist die Veranstaltung für Sie ein Erfolg?

Bischof: Für mich ist die Rosen- und Kulturwoche dann ein Erfolg, wenn man positiv über sie spricht und diese Meinung weiterverbreitet wird. Es gibt mittlerweile viele unbekannte Botschafter, die Werbung für diese Veranstaltung machen.

Trotz des grossen Erfolgs sieht sich das OK manchmal mit kleinlich anmutenden Reklamationen konfrontiert. Ist das nicht frustrierend?

Bischof: Man muss unterscheiden. Wenn eine Beschwerde berechtigt ist, nehmen wir sie ernst und handeln entsprechend. Es gibt aber schon auch Fälle, bei denen ich die Motivation nicht nachvollziehen kann. Wir veranstalten die Rosen- und Kulturwoche ja nicht für uns, sondern wollen erreichen, dass sich Menschen hier treffen und sich über das Erlebte freuen können.

Was fürchtet das OK am meisten?

Bischof: Am schlimmsten wäre ein Unwetter kurz vor oder am Tag der Eröffnung selber, weil wir dann gar nicht mehr reagieren könnten. Zum Glück bieten die Gassen der Altstadt aber doch einen recht grossen Schutz.

Worauf dürfen sich die Besucher dieses Jahr besonders freuen?

Bischof: Es fällt mir schwer, etwas hervorzuheben. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass heuer 23 Konzerte auf dem Programm stehen, wobei ein breites Spektrum an Musikrichtungen abgedeckt wird. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ich selber freue mich besonders auf den Hut- und Trachtensonntag am 26. Juni. Das ist ein Höhepunkt.

Wie lange möchten Sie dem OK noch vorstehen?

Bischof: Solange ich Freude an dieser Aufgabe habe und ich auf die Unterstützung durch Mitstreiter zählen kann. Ich glaube, dass man eine Arbeit nicht mehr hundertprozentig gut erledigt, wenn man beginnt, sich mit dem eigenen Rücktritt zu befassen.

Beschäftigen Sie sich schon mit der 16. Rosen- und Kulturwoche?

Bischof: Ja, die Vorbereitungen laufen bereits. Es ist wichtig, frühzeitig Kontakte herzustellen. Das erhöht die Chancen, auch prominente Formationen und Gruppen engagieren zu können.

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