Rosen bringen neue Bewohner

Randnotiz

Hans-Martin Baumann
Drucken
Teilen

Die Rosenwoche Bischofszell ist einmal mehr Geschichte. Die ganze Stadt war auf den ­Beinen; viele haben mitgeholfen und ihre kostbare Zeit in diesen schönen Anlass gesteckt. Es gibt kaum eine Bischofszellerin oder einen Bischofszeller, die nicht in irgendeiner Form mitgeholfen haben – sei es das Servicetablar balanciert, in der Küche ­geschwitzt, am Verkaufsstand ausgeharrt oder im Hintergrund unterstützt. Es ist bemerkenswert, zu sehen, wie viele die Rosenwoche mittragen und wie sich die Stadt präsentiert.

Dieses Jahr empfand ich die Rosenwoche als besonders schön. Ich konnte neue spannende Dinge entdecken. Die Stimmung war sehr friedlich und zugleich ausgelassen. Von vielen auswärtigen Besuchern hörte ich nur Lob: «Dass ihr so etwas zustande bringt!» und «Bei euch ist was los. Bei uns wäre das nie möglich.»

Eine schöne Geschichte ist folgende: Ein Besucherpaar aus dem Thurgau hatte sich schon lange vorgenommen, an die Rosenwoche zu kommen. Nach dem ersten Besuch sind die beiden noch zweimal gekommen und suchen nun eine Wohnung in ­Bischofszell, weil es ihnen hier so gut gefällt.

Eindrucksvoll ist auch, wie nach drei Tagen alles wie leergefegt ist. Die Gassen sind ruhig und ausgestorben, alles bereitet sich für die Ferien vor oder ist schon abgereist. Diese Stille hat ebenso ihren Reiz wie das geschäftige Treiben während der Rosenwoche.

Hans-Martin Baumann