ROMANSHORN: Zwei Bücher und ein Song zur Eröffnung

Das neue Quartierschulhaus im Grund wird mit Holz gebaut. Und Holz ist das Thema eines parallel laufenden Kunstprojektes, bei dem ein Specht die Hauptrolle spielt.

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Es brauchte intensive Gespräche. Am Schluss liessen sich Baukommission und Primarschulbehörde aber von Holz als Baustoff für das neue Schulhaus überzeugen. Und sie sagten auch Ja zu einer Fassade mit eckigen Holzschindeln. Holz habe diverse Vorteile, sagt Architekt Edwin Kunz. Es sei in Bezug auf die Kohlendioxid-Bilanz neutral, dauerhaft und biete Sicherheit. «Zudem sorgt Holz für Wohlbefinden und steht für Wohnkomfort.»

Und Holz wird auch Teil des Schulalltags der Kinder werden. Die Planergemeinschaft hatte die Idee, den Kreislauf des Holzes im neuen Schulhaus in irgendeiner Form zu thematisieren. Und diese Idee könne umgesetzt werden, freut sich Kunz. Konkret geht es um ein Bilderbuch für die Kindergärtler und Unterstufenschüler sowie ein Lesebuch, die beide den Weg des Holzes vom Baum im Wald zum Brett oder Balken im Schulhaus erzählen. Genauer gesagt erzählt sie der Specht Romy. Den Text schreibt Lehrer und Eventpoet Christoph Sutter, die Illustrationen liefert der Kunstmaler Walter Schawalder. Sutter arbeitet auch zusammen mit Musiker Dai Kimoto an einem Schulhaussong und begleitet die Planergemeinschaft durch das ganze Kunstprojekt. Alles darüber wollen die Verantwortlichen noch nicht verraten. «Ohne von der Geschichte allzu viel zu verraten, wird Specht Romy physisch sichtbar dereinst eine wichtige Aufgabe im Schulhaus erfüllen», deutet Architekt Kunz an.

Neubau ist in einem Jahr bezugsbereit

Die Bauarbeiten am neuen Schulhaus wurden nach der Sommerpause wieder aufgenommen. In wenigen Wochen wird das in Massivbauweise ausgeführte Untergeschoss fertiggestellt sein. Auf diesem Fundament wird dann der Holzbau errichtet, der bis Jahresende aufgerichtet sein soll. Bezugsbereit ist das Gebäude in einem Jahr auf Beginn des Schuljahres 2018/2019. Für den Neubau bewilligten die Stimmbürger einen Kredit von knapp sieben Millionen Franken.

Markus Schoch

markus.schoch@thurgauerzeitung.ch