ROMANSHORN: «Wir sind gemeinsam unterwegs»

Der Oasenweg vor der katholischen Kirche gibt Denkanstösse zum Reformationsjubiläum. Das Projekt ist Zeugnis gelebter Ökumene in der Hafenstadt.

Markus Bösch
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Der Oasenweg mit Huhn und Bienenhotel. (Bild: Markus Bösch)

Der Oasenweg mit Huhn und Bienenhotel. (Bild: Markus Bösch)

500 Jahre nach der Veröffentlichung der Thesen von Martin Luther wird an das Jubiläum der Reformation gedacht. In Romanshorn ist unter anderem auch die katholische Kirche involviert: Auf dem Oasenweg vor der Pfarrkirche St. Johannes wird es dazu bis Anfang September Denkanstösse geben: «Wir versuchen jedes Jahr, auf dem Oasenweg Themen aufzugreifen, die geeignet sind, über die Schöpfung, über Gott nachzudenken», erklärt dazu Kirchenpräsident Thomas Walliser Keel. Dieser Besinnungsweg soll sozusagen Brücke sein zwischen dem Innenraum der Kirche und dem Hafen, der Stadt und jenen Menschen, die sich dem Kirchenhügel nähern. Bereits im Winter sei Esther Rigling Bilgeri auf die Idee gekommen, das Reformationsjubiläum in diesem Sinn aufzugreifen. Sie sei damit auf offene Ohren gestossen.

Auch sie habe die Idee von Anfang an gut gefunden, sagt Martina Brendler. Sie hat die Tafeln mit kurzen Informationen neu gestaltet. Die evangelische Pfarrerin wird nach dem katholischen Pfingstgottesdienst um circa 11.30 Uhr zusammen mit Pfarrer Toni Bühlmann dieses neuste ökumenische Projekt vorstellen. Es sei ein weiteres Zeugnis dafür, dass Katholiken und Reformierte in Romanshorn gemeinsam unterwegs seien. Der ökumenische Geist sei hier ausgeprägt, sind sich Brendler und Walliser einig. «Ich persönlich und als Präsident finde das einen der schönsten Aspekte meiner Tätigkeit: zu sehen, dass der Glaube hier oft gemeinsam gelebt wird, wie es eigentlich im Sinn Jesu wäre.» Das sei nicht selbstverständlich. Darum gehe ein grosses Danke an all jene, die sich seit dafür einsetzen, betont Thomas Walliser Keel. Brendler hofft, dass es gelingt, diesen Ort als Weg der Besinnung mit dem Thema «Reformation» zusammenzubringen.

Markus Bösch

romanshorn@thurgauerzeitung.ch