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"Wir haben das nötige Geld nicht": Gegner des Abenteuerspielplatzes Romanshorn geben auf

Es sieht gut aus für das 3-Millionen-Projekt der Schweizerischen Bodensee Schifffahrt. Sowohl der Heimatschutz als auch die grösste Oppositionsgruppe geben den Widerstand auf.
Markus Schoch
Eine der geplanten Attraktionen auf dem Abenteuerspielplatz: Ein Piratenschiff zum klettern. (Bild: Visualisierung/PD)

Eine der geplanten Attraktionen auf dem Abenteuerspielplatz: Ein Piratenschiff zum klettern. (Bild: Visualisierung/PD)

Es sind finanzielle Überlegungen, warum die beiden den Abenteuerspielplatz nicht weiter bekämpfen. "Wir haben das nötige Geld schlicht nicht", sagt Gianni Christen, der Geschäftsführer des Thurgauer Heimatschutzes. Gleich tönt es bei der "IG Bunkerwiese für alli...", die über 1000 Unterschriften gesammelt hatte, um das Projekt mit Piratenschiff, Aussichtstürmen, Schatzhöhle und Camping-Hütten zu verhindern. "Die rund 15'000 Franken für den Gang ans Verwaltungsgericht hätten wir wahrscheinlich mit Ach und Krach auftreiben können", sagt Silvan Mumenthaler von der Kerngruppe der Widerstandsbewegung.

Weg wäre erst beim Bundesgericht fertig gewesen

Doch weil der Kanton das 3-Millionen-Projekt ganz offensichtlich wolle und bereit sei, einen hohen Preis zu bezahlen, hätten die Richter in Weinfelden den erstinstanzlichen Entscheid des Departements für Bau und Umwelt (DBU) vom 30. April zugunsten der geplanten Freizeitanlage mit grosser Wahrscheinlichkeit bestätigt, sind sich Mumenthaler und Christen einig. Will heissen: Am Schluss hätten sie ans Bundesgericht gelangen müssen, was teuer geworden wäre und ihre finanziellen Möglichkeiten überstiegen hätte. "Der Entscheid aufzugeben hat uns weh getan, aber er war unter den gegebenen Umständen der einzig richtige", sagt Mumenthaler. "Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab", zitiert er eine alte Indianer-Weisheit.

Heimatschutz hält an Kritik fest

"Mit einem Sponsor im Rücken hätten wir selbstverständlich weiter gemacht", stellt Christen klar. Sie seien nach wie vor überzeugt, dass der Abenteuerspielplatz gegen die geltende Konzession verstosse, mit der vom Kanton geregelt ist, wie die Schweizerische Bodensee Schifffahrt (SBS) das aufgeschüttete Gelände direkt bei der Hafeneinfahrt nutzen kann. Zum einen sei die öffentliche Zugänglichkeit des Areals nicht mehr gewährleistet, wenn der Spielplatz in Betrieb sei, für den Besucher in der Hauptsaison Eintritt zahlen müssen, sagt Christen. Zum anderen sei der 17 Meter hohe Aussichtsturm nicht mit dem Ortsbildschutz vereinbar, auch wenn er begrünt werde. Mumenthaler sieht es genau gleich.

Ob sich auch die anderen rund 40 privaten Einsprecher geschlagen geben, muss sich weisen. Mumenthaler geht davon aus, dass sie ebenfalls die Waffen strecken. Genau weiss man es nächste Woche, wenn die Frist abgelaufen ist.

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