ROMANSHORN: «Wir erwarten eine Chance»

Arbon und Frauenfeld weibeln für das Historische Museum. Doch auch die Hafenstadt hat beim Kanton Vorschläge für geeignete Standorte eingereicht.

Tanja von Arx
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Das Historische Museum des Kantons Thurgau hat zu wenig Platz im Schloss Frauenfeld. (Bild: Donato Caspari)

Das Historische Museum des Kantons Thurgau hat zu wenig Platz im Schloss Frauenfeld. (Bild: Donato Caspari)

Lange blieb es still in der Hafenstadt. Während Arbon und Frauenfeld darum buhlten, Standort für das Historische Museum zu werden, hörte man aus Romanshorn eher wenig. Was erstaunt, denn nach Ansicht des Regierungsrats gilt die Stadt im Rennen per se als Favorit. Zuletzt sollte eine Projektgruppe abklären, ob das Kornhaus für die kantonale Institution geeignet sei. Als die Idee wegen abweichender finanzieller und zeitlicher Rahmenbedingungen mit den privaten Inhabern verworfen wurde, hiess es im regierungsrätlichen Communiqué noch immer: Man prüfe, «ob sich andere Standortmöglichkeiten vorzugsweise in Romanshorn, aber auch im übrigen Oberthurgau oder in Frauenfeld ergeben.»

«Die geschichtliche Bedeutung ist unbestritten»

Stadtpräsident David H. Bon sagt nun auf Anfrage: «Die Stand- ortqualitäten und die geschichtliche Bedeutung der Hafenstadt sind unbestritten.» Konkrete Vorschläge für geeignete Standorte seien auch schon dokumentiert und beim Kanton eingereicht worden. «Wir erwarten, dass wir unsere Chance bekommen und das Verfahren, wenn es wieder aufgenommen wird, uns gegenüber transparent und fair geführt wird.» Auch wenn man keine stadteigenen Liegenschaften anbieten könne, wie es in der Stellungnahme heisst.

Der Regierungsrat teilte Ende März mit, aus Kostengründen im Hinblick auf die Sanierung des Kunstmuseums bei der Standortfrage einen Marschhalt einlegen zu wollen. Der Entscheid spreche jedoch weder für den Oberthurgau noch für Frauenfeld. Er sei möglich, weil das Historische Museum im bedingt geeigneten alten Zeughaus von Frauenfeld Wege gefunden habe, Ausstellungen mit erfreulichen Besucherzahlen zu realisieren.

Tanja von Arx

tanja.vonarx@thurgauerzeitung.ch