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ROMANSHORN: Wegweiser in die digitale Zukunft

Gestern trafen sich rund 170 Unternehmer am Oberthurgauer Wirtschaftsmeeting. Der ehemalige Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz erklärte ihnen, wie sie in dieser schnelllebigen Zeit den Anschluss nicht verpassen.
Markus Schoch
Eftec-Standortleiter Paul Schwitter (Mitte) führt Besucher des Wirtschaftsmeetings durch den Betrieb. (Bild: Reto Martin)

Eftec-Standortleiter Paul Schwitter (Mitte) führt Besucher des Wirtschaftsmeetings durch den Betrieb. (Bild: Reto Martin)

Markus Schoch

markus.schoch

@thurgauerzeitung.ch

Im Vergleich mit der Digitalisierung sei die Industrialisierung ein Klacks gewesen, sagte Thomas Maron, der Präsident der Arbeitgebervereinigung Romanshorn und Umgebung. «Kein Stein bleibt auf dem anderen.» Grosse Firmen wie Kodak hätten den Sprung nicht geschafft.

Die Herausforderung sei für die Wirtschaft tatsächlich enorm, nahm der ehemalige Raiffeisen-CEO Pierin Vincenz den Faden auf. Schwierig sei vor allem, dass nicht klar sei, wohin die Reise gehe und wie die sich immer schneller drehende, unübersichtlich und flach wie ein Smartphone gewordene Welt in fünf Jahren aussehe. «Die Digitalisierung verändert alles.» In der ­einen Branche früher, in der anderen später. «Es trifft aber alle», sagte Vincenz, der heute Verwaltungsratspräsident der Helvetia Versicherungen ist.»

Die neue globale Währung seien Informationen, auf deren Basis sich neue Geschäftsmodelle entwickeln liessen. Daten seien zwar schon immer gesammelt worden. Google und Co. würden es aber im ganz grossen Stil tun, und sie hätten auch die Rechnerleistungen, um sie auswerten zu können. «Die Komplexität kennt keine Grenzen.»

Unternehmerische Tugenden sind gefragt

Man dürfe sich aber nicht ­verrückt machen lassen, sagte Vincenz. «Es ist nichts Dramatisches, was abläuft. Und das ist die gute Nachricht.» Gefragt seien nach wie vor unternehmerische Tugenden, die sich in der Vergangenheit bewährt hätten. «Es braucht eine Strategie, wenn auch vielleicht nicht mehr für die nächsten zehn Jahre.» Wichtig sei ausserdem Vertrauen, zu den Kunden einerseits und zu den Mitarbeitern andererseits. Unabdingbar sei nach wie vor Kompetenz. Doch damit allein sei noch nichts gewonnen. «Es macht sich auch gut, sympathisch zu sein», sagte Vincenz. Gerade Grossbanken würden viel in ihr Image investieren. Gute Karten habe weiter, wer sein Unternehmen zu einer Marke aufbauen könne. Letztlich sei der Erfolg auch eine Frage des Blickwinkels. Man dürfe nicht nur schwarz sehen, sondern müsse auch Chancen erkennen, die sich im Markt eröffnen. Und sie beim Schopf packen: Entscheide fällen, an einer Idee festhalten und Charakter zeigen. Das alles brauche allerdings «enorm viel Energie». Unter diesen ­Umständen sei es wahrscheinlich künftig nicht mehr möglich, 40 Jahre lang ein Unternehmen zu führen, meinte Vincenz.

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