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ROMANSHORN: Wassersportclub plant Lift für Wakeboarder am Bodensee

Der Wasserskiclub will diesen Sommer einen Wakeboardlift prüfen – und damit auch neue Leute ins Boot holen. Die Bewilligung für eine provisorische Anlage hat der Kanton Thurgau bereits erteilt. Jetzt fehlt noch die Finanzierung.
Ralf Rüthemann
Wakeboard-Spektakel "Roughriders Cup" in Romanshorn: Nachwuchstalent Jamie ist mit 13 Jahren gut unterwegs. (Bild: Andrea Stalder)

Wakeboard-Spektakel "Roughriders Cup" in Romanshorn: Nachwuchstalent Jamie ist mit 13 Jahren gut unterwegs. (Bild: Andrea Stalder)

Es gibt drei Punkte, die für einen provisorischen Wakeboardlift im kommenden Sommer in Romanshorn sprechen: "Erstens wollen wir herausfinden, ob die Nachfrage da ist und sich eine solche Anlage vielleicht auch langfristig lohnen würde", sagt Martin Küpfer, Präsident des Wasserskiclub Romanshorn. "Zweitens feiert unser Club dieses Jahr sein 50-jähriges Bestehen." Und drittens sei es diesen Sommer passend, weil gerade auch das Kantonale Turnfest in Romanshorn stattfindet.

Nur noch 25 Mitglieder

Der Kanton hat den provisorische Wakeboardlift bewilligt, jetzt prüfen Martin Küpfer und ein Team um den Projektverantwortlichen Otto Loepfe die Mietangebote solcher Lifte. "Sobald wir ein passendes Angebot gefunden haben, starten wir das Crowdfunding." Nebst den Mietkosten fallen Transport-, Aufbau- und Betriebskosten an. Wie hoch der Betrag am Ende sein wird, kann Küpfer noch nicht sagen. "Aber das Projekt lässt sich natürlich nicht aus unserer Kaffeekasse finanzieren."

Der geplante Wakeboardlift mit "zwei-drei Hindernissen" soll nicht nur die Clubmitglieder begeistern: "Wir sind noch etwa 25 Mitglieder. In den vergangenen paar Jahren hat es leider etwas nachgelassen. Neumitglieder sind jederzeit herzlich willkommen." Mit dem Wakeboardlift soll auf keinen Fall die Arbeit für den Bootschef Michael Hug nachlassen: "Wir wollen mit dem Lift die Leute begeistern und hoffen natürlich, dass sie dann auch mal hinter dem Boot wakeboarden wollen", sagt Hug. Der Wasserskiclub hat jeweils zwei Boote in Betrieb. Bis vor kurzer Zeit hatte der Wasserskiclub noch eine mobile Schanze. Die musste jedoch aufgegeben werden, da der Nachwuchs fehlte. Schon seit mehreren Dekaden ist zudem eine Slalomanlage in Betrieb.

Regelmässige Wettkämpfe geplant

So richtig in Fahrt gekommen war der Sport Wakeboarding nach der Jahrtausendwende. Seither hat es in Romanshorn schon mehrere Wakeboard-Wettkämpfe gegeben, so zum Beispiel im letzten und vorletzten Sommer. 2017 hiess der Wettkampf "Roughriders Cup", die Wakeboarder sind aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland gekommen. "Natürlich haben auch unsere Wakeboarder teilgenommen, doch von uns kann niemand mit den Besten der Schweiz mithalten", sagt Martin Küpfer.

Die sogenannten "Wakeboard-Rider" treten in unterschiedlichen Kategorien an und messen sich während zwei Läufen in der Ausführung verschiedener Tricks. Der Teilnehmer, der die meisten und schwierigsten Tricks am besten präsentiert, hat gewonnen.

Namhafte Skifahrer mit Romanshorner Wurzeln

Der Wasserskiclub Romanshorn wurde 1968 gegründet, nachdem sich der Skiclub Romanshorn jeweils in den Sommermonaten mit entsprechendem Training auf dem Wasser für die kommende Wintersaison fit halten wollte. Als wahrhaftiger Geburtshelfer entpuppte sich damals der schweizerische Wasserskiverband, der einen Austragungsort für die Schweizer Meisterschaft gesucht hatte. So entstand Ende der Sechzigerjahre eine vollständige Wasserskianlage mit Slalom und Sprungschanze. Der Club entwickelte sich weiter und brachte auch einige namhafte Wettkämpfer hervor. So gehörten etwa der spätere Schneeski-Weltcup-Fahrer Peter Lüscher ebenso zu den Clubmitgliedern wie der Senioren-Slalomweltmeister von 1998, Kurt Bischoff. Viel über die alten Zeiten wird aber heute nicht mehr gesprochen, wie Präsident Martin Küpfer sagt: "Die jungen Wakeboarder haben heute keinen grossen Bezug mehr zur Vergangenheit mit Peter Lüscher." (rar/red)

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