ROMANSHORN: Wasserpumpen für Moçambique

Hilfe zur Selbsthilfe ist das Ziel der Organisation Swiss Seniors Wateraid. Werner Müller aus Steinebrunn installierte als Projektleiter in Ostafrika Pedalpumpen. Am Adventsmarkt stellt er sie vor.

Trudi Krieg
Merken
Drucken
Teilen
Wo keine Elektrizität vorhanden ist, kann Wasser aus tiefen Brunnen mit einfach zu bedienenden Fusspumpen geschöpft werden. (Bild: PD)

Wo keine Elektrizität vorhanden ist, kann Wasser aus tiefen Brunnen mit einfach zu bedienenden Fusspumpen geschöpft werden. (Bild: PD)

Wasser in bester Qualität, jederzeit und sofort durch eine Umdrehung des Wasserhahns verfügbar: Das ist für uns selbstverständlich. Nicht so im Landesinnern von Moçambique in Ostafrika, wo während sieben Monaten Trockenheit herrscht und die Menschen das Wasser in Kübeln mühsam in grosser Distanz und aus tiefen Brunnen herausziehen, wenn überhaupt Wasser verfügbar ist. Die Organisation Swiss Seniors Wateraid entwickelte Bewässerungspumpen für die Entwicklungsländer. Die fussbetriebenen Pumpen sind aus rostfreiem Material, sehr robust und kostengünstig. In den Gebieten, wo sie eingesetzt werden, ist keine Elektrizität vorhanden. Eine Beratung für Bewässerungsmethoden gehört dazu.

Lebensgrundlagen vor Ort verbessern helfen

2003 reiste Werner Müller aus Steinebrunn erstmals nach Moçambique, weil ihn das Wirken der Missionare interessierte. Er erkannte bald, wie man den Menschen Hilfe zur Selbsthilfe geben kann. Mit den einfachen Mitteln vor Ort und effizienter Arbeitsweise sei viel möglich. Es fehle oft an Ausbildung, Motivation und langfristigem Denken. Das beginne bei der Wahl des geeigneten Saatgutes, der Nutzung der Ressourcen, richtiger Anpflanzung und Bewässerung, Lagerung und Verwertung des Erntegutes. Wichtig sei die Bewässerung während der Trockenzeit.

Als Müller 2014 vom Pumpenprojekt hörte, meldete er sich spontan. Er wurde wegen seiner Erfahrung in der Organisation eines landwirtschaftlichen Betriebes mit Projekten in Moçambique betraut. Diese leitet er nun ehrenamtlich. Brachliegendes Land habe es genug in Moçambique. Es mache aber nur Sinn, dieses zu kultivieren, wenn genug Wasser da sei. «Wenn die Bäume am Ende der Trockenzeit sattgrün und kräftig aussehen, muss in der Umgebung Grundwasser sein.»

Es sei das erklärte Ziel, dass die lokalen Handwerker die Pumpen selber bauen können mit der Anleitung und Unterstützung von Spezialisten vom Verein. Damit würden vor Ort Arbeitsplätze geschaffen.