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ROMANSHORN: «Volksgarten» könnte bald blühen

Das alte Riegelhaus ist verkauft, es gehört neu einer Firma aus Bettwiesen. Auch wenn die Stadt jetzt nicht frei über das wichtige Grundstück verfügen kann, ist das Projekt Gleisquerung alles andere als auf Eis gelegt.
Ralf Rüthemann
Der «Volksgarten» ist ein Schandfleck direkt beim Bahnhof. Bild: Andrea Stalder

Der «Volksgarten» ist ein Schandfleck direkt beim Bahnhof. Bild: Andrea Stalder

Ralf Rüthemann

ralf.ruethemann@thurgauerzeitung.ch

Es ist ein Schandfleck, aber er ist von grosser Bedeutung: Der «Volksgarten» in Romanshorn ist ein entscheidendes Grundstück bei der Realisierung eines langfristigen Projekts der Stadt Romanshorn, bei dem eine Brücke zwischen der Innenstadt und dem Hafenpark entstehen soll. Die Liegenschaft hat zuletzt innert kurzer Zeit zweimal den Besitzer gewechselt. 15 Jahre gehörte sie der Baufirma Gautschi AG in St. Margrethen, jetzt ist die AS Unternehmungen GmbH aus Bettwiesen Eigentümerin, die das Grundstück von einer Firma aus Arbon erwarb, die es praktisch am gleichen Tag kaufte und verkaufte. Die Stadt konnte seinerzeit kein Angebot einreichen, als die Gautschi AG den «Volksgarten» auf den Markt brachte. «Wir wurden erst informiert, als die Handänderung bereits vollzogen war», sagt Stadtpräsident David H. Bon. «Wir wussten, dass der damalige Besitzer vor Jahren ein Kaufrecht vergeben hatte und dieses auch immer wieder verlängert hatte. Er war in unsere Planung involviert und interessiert an einer Mitarbeit.» Deshalb habe er er das Recht auslaufen lassen wollen. Offenbar habe der Kaufrechtsnehmer im letzten Moment seine Option verwirklicht. «Weil das absolute Rechte sind, kann ein Dritter nicht mitbieten», sagt Bon.

Stadt ist im Gespräch mit neuem Besitzer

Andreas Schrackmann, der Geschäftsführer der AS Unternehmungen GmbH, hat bereits Ideen: «Es ist möglich, dass es eine Bank gibt. Vielleicht aber werden Wohnungen daraus, oder wieder ein Restaurant. Genau wissen wir es noch nicht.» Die ehemalige Kneipe steht schon seit 20 Jahren leer. Mit der Stadt haben bereits erste Gespräche stattgefunden. Das Projekt «Gleisquerung» wird also nicht auf Eis gelegt.«Im Gegenteil, der neue Eigentümer zeigt grosses Interesse, weil das Projekt seine Liegenschaft aufwerten und direkt mit der Innenstadt, den Perrons und dem See verbinden würde», sagt Bon. «Er hat schon Vorschläge zur Entwicklung des Areals gemacht.» Schrackmann spricht von Gewerbe und einer Tiefgarage, die vielleicht integriert werden könnten.

Die Gleisquerung hat einen sehr langfristigen Umsetzungshorizont. Grundsätzlich muss sich die Stadt Romanshorn mit allen betroffenen Grundeigentümern finden, wie David H. Bon erklärt. «Das gehört dazu. Wir können nicht alle betroffenen Liegenschaften erwerben.» Zwei Grundstücke von strategischer Bedeutung hat die Stadt im April bereits gekauft. Es handelt sich dabei um die Liegenschaft von Guido Helg und ein Einfamilienhaus an der Alleestrasse 56 hinter dem Velogeschäft von Reto Neuhaus. Wie viel die Stadt für die beiden Liegenschaften bezahlt hat, will Bon nicht verraten: «Wir informieren über diesen Punkt wie üblich mit den Zahlen des Landkreditkontos. Das geschieht regulär mit der Rechnung im Frühjahr 2018.»

Es kann noch Jahre dauern

Alternativen zum Brückenprojekt stehen nicht mehr im Raum: «Diese Lösung wurde nun auch in den kantonalen Richtplan aufgenommen und ist im Agglomerationsprogramm Stufe A klassiert.» Bis es konkret wird, kann es aber noch Jahre dauern. Anders sieht es beim alten Riegelhaus aus: «Wir haben bereits Interessenten», sagt Schrackmann.

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