ROMANSHORN: Viel Zug in der Lokremise

Dank des grossen Einsatzes vieler Helfer läuft es immer besser im Locorama. Nur mit einem Nachfolger für Vereinspräsident Adolf Müller will es nicht klappen.

Markus Schoch
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Der neue Vorstand: Roland Parigger, Daniela Oser, Bernhard Berger, Adolf Müller, Walter Schelling, Peter Loosli und Martin Hengartner. Auf dem Bild fehlt Marcel Hohl als Vertreter des Stiftungsrates. (Bild: Markus Schoch)

Der neue Vorstand: Roland Parigger, Daniela Oser, Bernhard Berger, Adolf Müller, Walter Schelling, Peter Loosli und Martin Hengartner. Auf dem Bild fehlt Marcel Hohl als Vertreter des Stiftungsrates. (Bild: Markus Schoch)

Markus Schoch
markus.schoch@thurgauerzeitung.ch

Es sind erfreuliche Zahlen, die Adolf Müller am letzten Freitag an der Jahresversammlung des Fördervereins präsentierte. Rund 3800 Personen besuchten 2016 das Locorama - das sind fast dreimal so viele wie vor zwei Jahren. Rund zwei Drittel fanden am Sonntag während der ordentlichen Öffnungszeiten den Weg in die Eisenbahn-Erlebniswelt. Zum guten Ergebnis mit einem Gewinn von 3500 Franken tragen aber auch die 42 Gruppen bei, die sich durch die Ausstellung führen liessen. Und auch für dieses Jahr sieht es gut aus. «Es haben sich bereits 20 Gruppen angemeldet», sagte Müller.

Ohne freiwilligen Mitarbeiter würde allerdings nichts laufen im Locorama. Im letzten Jahr leisteten 33 Helfer insgesamt 4055 Arbeitsstunden, ohne dass sie dafür einen Rappen bekommen hätten. «Das entspricht 1,87 Vollzeitstellen. Für diese gewaltige Unterstützung danke ich allen herzlich», sagte Müller. Stiftungsratspräsident David H. Bon schloss sich ihm an. Er sei beeindruckt von diesem «riesigen Engagement». Martin  Hengartner allein stellte sich 2016 während 822 Stunden in den Dienst des Locorama. «Damit ist er einsame Spitze», sagte Müller.  Ebenfalls häufig auf dem Gelände anzutreffen sind Sante Neuweiler (367 Stunden) und Leo Saladin (316). Nicht vergessen werden dürfe in diesem Zusammenhang Daniela Oser, erklärte Müller. Sie ist für die Veranstaltungen, Führungen und das Catering zuständig, plant den Einsatz der Mitarbeiter und führt die Buchhaltung. «Ohne sie läuft nichts im Locorama», sagte Müller.

Adolf Müller setzt nochmals ein Jahr an
Er selber wollte sich eigentlich entlasten und reichte bereits vor einem Jahr den Rücktritt ein.  Doch es fand sich kein Nachfolger. Und daran hat sich bis heute nichts geändert, weshalb sich der Präsident am Freitag nochmals für ein Jahr zur Wahl stellte. «Ich hoffe zum letzten Mal», meinte Müller, der seit der Gründung des Fördervereins vor drei Jahren an dessen Spitze steht.

Aus dem Vorstand trat Vizepräsident Bernhard Lippuner zurück – einer der Initianten des Vereins.  Er sei ein «sehr wertvolles Mitglied gewesen», lobte ihn Müller. Neu in den Vorstand gewählt wurden Roland Parigger und Walter Schelling.

Zu den neuen Attraktionen im Locorama gehört eine sogenannte Hipp’sche Wendescheibe, die bei der Saisoneröffnung am 7. Mai in Betrieb genommen wird. Dabei handelt es sich um ein Signal, das im Auftrag der Nordostbahn 1862 entwickelt wurde. Die SBB musterten die letzten Exemplare 1975 aus.