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ROMANSHORN: «Unsere Feuerwehr steht heute insgesamt besser da»

Nach zweieinhalb Jahren wird Andreas Diethelm Ende des Jahres als Kommandant der Feuerwehr aufhören. Stadträtin Melanie Zellweger spricht im Interview über die Stimmung und wie es nun weitergehen wird.
Markus Schoch
Stadträtin Melanie Zellweger. (Bild: Reto Martin)

Stadträtin Melanie Zellweger. (Bild: Reto Martin)

Die Stadt pries die Wahl von Andreas Diethelm «als Lösung mit Langzeitperspektive». Jetzt werden es zweieinhalb Jahre. Wie gross ist die Enttäuschung beim Stadtrat?

Andreas Diethelm orientiert sich beruflich neu. Der Stadtrat bedauert den Entscheid, respektiert ihn jedoch selbstverständlich. Gleichzeitig schätzen wir die frühzeitige Ankündigung, die der Stadt ein sorgfältiges Auswahlverfahren für die Nachfolgeregelung ermöglicht. Schliesslich ist festzuhalten, dass Andreas Diethelm noch bis Ende 2018 in seiner Funktion tätig sein wird. Für dieses Engagement bedanken wir uns bestens.

Andreas Diethelm war nicht der einzige Kandidat für das Kommando der Feuerwehr. Auch Vize-Kommandant Christian Zanetti bewarb sich um das Amt. Er warf den Bettel hin, als er nicht in die Kränze kam. Hat der Stadtrat damals aufs falsche Pferd gesetzt?

Der Stadtrat entschied sich 2016 für diejenige Person, die über die beste Eignung für die Führung und Entwicklung der Stützpunktfeuerwehr Romanshorn zum fraglichen Zeitpunkt verfügte. Andreas Diethelm hat die Organisation in einer sehr anspruchsvollen Situation übernommen. Er hat auftragsgemäss gemeinsam mit den Kadern die Stützpunktfeuerwehr reorganisiert, entwickelt und wichtige Aufbauarbeit hinsichtlich der Personalentwicklung in allen Offizierschargen geleistet – so, wie er es in seiner Bewerbung aufgezeigt hatte. Unsere Stützpunktfeuerwehr steht heute insgesamt besser da, als vor seinem Amtsantritt.

Diethelm musste Instruktionskurse nachholen, um die Voraussetzungen als Feuerwehrkommandant zu erfüllen. Es hiess, die Ausbildung dauere rund zwei Jahre. Hat er mittlerweile alle Kurse absolviert? Wie hoch waren die Kosten, und wer übernahm sie? Wenn es die Stadt war: Muss Andreas Diethelm das Geld zurückzahlen?

Andreas Diethelm hat die ersten zwei Module der Instruktionsausbildung erfolgreich absolviert. Das letzte Kursmodul steht noch aus. Die Kosten für solche Kurse übernimmt jeweils der Kanton Thurgau.

In der Feuerwehr rumorte es nach der Wahl von Andreas Diethelm. Wie ist die Stimmung heute?

Andreas Diethelm legte seit Amtsantritt einen speziellen Fokus auf die Ausbildung und Stärkung der Kader. Dieses Vorgehen kommt der Stützpunktfeuerwehr heute zu Gute, sie ist breiter abgestützt und geniesst das volle Vertrauen des Stadtrates. Die Führungsstruktur ist flacher, die Aufgaben im Kader sind breiter verteilt und die Ausbildung wird stark forciert. Die Stimmung im Korps schätzt der Stadtrat grundsätzlich als gut ein.

Wie geht es jetzt weiter?

Die Feuerwehrkommission wird aufgrund des Stadtratsbeschlusses vom 13. März das Wahlverfahren aufnehmen. Durch die frühzeitige Ankündigung des Rücktritts ist eine baldige Wahl und somit eine längere Einarbeitungszeit des designierten Nachfolgers möglich. Nicht zu vergessen, dass die Feuerwehr im Milizsystem tätig ist. Zwar hat der Kommandant eine Anstellung zu 25 Prozent, sie steht ihm aber erst ab 1. Januar 2019 zur Verfügung.

Markus Schoch

markus.schoch@thurgauerzeitung.ch

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