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ROMANSHORN: Übergangsjahre mit roten Zahlen

Aufgrund höherer Abschreibungen rechnet die Primarschule in der nächsten Zukunft mit etwas grösseren Defiziten – für 2018 sind es 475'000 Franken. Die Behörde will im Pestalozzischulhaus mit Holz heizen.
Hanspeter Heeb, Schulpräsident. (Bild: Reto Martin)

Hanspeter Heeb, Schulpräsident. (Bild: Reto Martin)

Unter anderem das neue Rechnungslegungsmodell HRM2 schlägt sich im Budget 2018 ­negativ nieder. Baulandreserven sind neu zum Marktwert zu bilanzieren. So etwa das Grundstück an der Grundstrasse, auf welchem aktuell ein neues Quartierschulhaus gebaut wird. Dieses Land kaufte die Schulgemeinde im Jahr 1966 zum Preis von 30 Franken pro Quadratmeter von der damaligen Munizipalgemeinde. Diese beabsichtigte einst, an diesem Ort ein Altersheim zu bauen. Nun gehen dort stattdessen bald Kinder zur Schule. Dieses Land erfährt in der Bilanz eine grosse Aufwertung. Diese mache die Primarschulgemeinde um keinen Franken reicher, führe aber zu zusätzlichen Abschreibungen während der nächsten 33 Jahre, schreibt die Primarschulgemeinde in einer Mitteilung.

Nach altem System wurde Bauland in der Regel nicht abgeschrieben. So zum Beispiel das Land, auf dem das Zelglischulhaus und der Schulpavillon stehen, welches Anfang der 1980er-Jahre erworben wurde. Die eine Million für diese Landkäufe (100 Franken pro Quadratmeter) wurde damals aus einem Baufonds finanziert, und der Aufwand fand nie einen Niederschlag in der Erfolgsrechnung, heisst es in der Mitteilung weiter.

Unterhalt älterer Liegenschaften

Ins Geld gehen auch einige einmaligen Investitionen. Die Ausgaben für die Sanierung der vor über hundert Jahren gebauten Schulliegenschaften lohne sich aber in zweierlei Hinsicht, betont die Primarschulbehörde: Zum einen rein finanziell, zum anderen auch städtebaulich. Sie zitiert in diesem Zusammenhang aus einem Bericht der Schulbehörde aus dem Jahr 1972: «Nach wie vor sind die Aufwendungen für unsere zum Teil älteren Liegenschaften beträchtlich. Besondere Kosten verursachte die Sanierung des Kellers der alten Turnhalle, in welchem sich der gefährliche Hausschwamm ausgebreitet hatte.» Die Werkräume, Garderoben und Duschen sind in der Zwischenzeit wieder in die Jahre gekommen» – daher sei das Untergeschoss der Alten Turnhalle erneut zu sanieren, heisst es in der Mitteilung.

Aus dem Jahr 1980 datiert die letzte Erneuerung der Schulverwaltung im Rebsamenschulhaus – mit gleichzeitigem Einbau eines Sitzungszimmers. «Nach 38 Jahren erträgt jetzt eine gründliche Erneuerung kaum mehr weiteren Aufschub.»Gleiches gelte für eine Innensanierung des Unterstufenschulhauses Spitz. Über einen entsprechenden Investitionskredit werden die Stimmbürger voraussichtlich gegen Ende 2018 entscheiden können.

Ebenfalls zu sanieren ist die Heizungsanlage der Schulanlage Pestalozzi. Die Aussenhülle des Gebäudes könne nicht gross wärmetechnisch verbessert werden – der Wärmebedarf werde also auch in Zukunft etwa gleich bleiben. Die Behörde würde gerne eine Holzschnitzelheizung einbauen. Sie sei sich bewusst, dass eine solche Heizung teurer sei als eine konventionelle Lösung und sich die Mehrkosten nicht über die Nutzungsdauer amortisieren liessen. «Aber Holz ist ein nachwachsender heimischer Rohstoff und kohlendioxidneutral.» Alle anderen Schulanlagen würden sich deutlich weniger oder gar nicht für die Realisierung einer Holzschnitzelheizung eignen. Das letzte Wort werden die Stimmbürger haben: Sie können an der Urne im Frühling 2018 über den entsprechenden Investitionskredit entscheiden. (red)

Die Schulgemeindeversammlung findet am Montag, 20. November, um 19.30 Uhr in der Aula Rebsamen statt.

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