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ROMANSHORN: Traglufthalle wird sicherer

Der Orkan Burglind vom 3. Januar liess den Ballon über dem 25-Meter- Becken im Seebad in sich zusammenfallen. Das soll nicht nochmal passieren.
Markus Schoch
Die Membran der Traglufthalle liegt nach dem Sturm am Boden. (Bild: Andrea Stalder (3. Januar 2018))

Die Membran der Traglufthalle liegt nach dem Sturm am Boden. (Bild: Andrea Stalder (3. Januar 2018))

Eine der beiden Notfalltüren hielt dem Wind nicht stand, der Anfang Jahr mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Stundenkilometer am Bodensee wehte. Sie ging auf und die Membranfolie riss an einigen Stellen. Wegen des Druckabfalles sackte die Traglufthalle in sich zusammen, wo-rauf automatisch Alarm ausgelöst wurde. Der Ballon ist nur dann aufgeblasen, wenn der Innendruck grösser ist als der Aussendruck. Badegäste kamen keine zu Schaden. Die Anlage war zum Zeitpunkt des Unglückes geschlossen.

Türen werden zu Schleusen

Die Verantwortlichen haben die Lehren aus dem Vorfall gezogen. Die Notausgangstüren werden zu Schleusen umgerüstet. «Gleichzeitig wird so nochmals eine Optimierung der Isolation und Luftdichtheit erreicht», heisst es in einer Mitteilung der Genossenschaft Winterwasser, die das temporäre Hallenbad in der zweiten Saison betreibt. Auch das Notfallkonzept hat sie nochmals verfeinert. «So wird schon bei geringeren Windgeschwindigkeiten der Innendruck erhöht und auch früher eine Räumung der Halle durchgeführt.»

Schadensumme noch nicht bekannt

Nach dem Sturmschaden musste die Traglufthalle für rund zehn Tage geschlossen bleiben. Unter anderem deswegen liegt die Zahl der Eintritte unter den Erwartungen der Verantwortlichen. Sie hoffen nun, den Rückstand bis zum Ende der Saison Mitte April aufholen zu können. «Das Winterwasser ist auch ein Familienbad», ruft Stefan Ströbele in Erinnerung, der für die Kommunikation verantwortlich ist. «Die Spielnachmittage am Mittwoch und am Sonntag wurden rege genutzt.»

Durch den riesigen Einsatz aller Lieferanten und der raschen, offenen Information der Genossenschaft habe der finanzielle Schaden gemindert werden können, heisst es in der Mitteilung weiter. Wie gross er ist, lasse sich noch nicht genau beziffern, sagt Ströbele. «Die Detailabklärungen mit der Versicherung laufen.»

Die Traglufthalle im Romanshorner Seebad ist ein Novum. Sie ist in der Schweiz die erste mit einem Panoramafenster, und die Hülle ist eine Neuentwicklung, die im Bereich der Isolation neue Massstäbe setzt. Die Baukosten beliefen sich auf rund 650000 Franken plus Eigenleistungen.

Markus Schoch

markus.schoch@thurgauerzeitung.ch

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