ROMANSHORN: Sparen ja, aber nicht beim Jugendtreff

Kampf gegen die roten Zahlen: Die EVP ist mit den Massnahmen des Stadtrats weitgehend einverstanden. Die Tarife beim Seebad etwa dürften höher sein.

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Die EVP Romanshorn ist dem Stadtrat dankbar für die profunde Ausarbeitung von Sparmassnahmen mit dem Ziel, die Finanzen der Hafenstadt rasch ins Lot zu bringen. «Unsere Partei unterstützte die Steuererhöhung um zwei Prozentpunkte schon an der Budgetversammlung im Herbst 2016», heisst es in einer Mitteilung. «Wir stehen auch jetzt dahinter. Doch die Sparmassnahmen lehnen wir hinsichtlich zweier Bereiche ab.»

Wichtige Integrationsaufgabe

Erstens würde der Jugendtreff eine wichtige Integrationsauf­gabe erfüllen und insbesondere Jugendlichen aus Migrations­familien erleichtern, hier Fuss zu fassen, den Weg für eine Berufsausbildung zu finden und sie erfolgreich abzuschliessen. Dort könne sich Sparen kontraproduktiv auswirken. Dasselbe gelte für den Beitrag ans Chinderhuus, den das Volk erst 2013 bewilligt habe und der nach Meinung der EVP nicht wieder hinterfragt werden sollte. Es sei denn, die Primarschulgemeinde würde einen Teil des Betrags übernehmen. Die Ortspartei will ferner den «Seeblick» auf jeden Fall erhalten. Sie sieht aber Sparmöglichkeiten beim Umfang und bei der Koordination und neue Einnahmequellen aus den Schul- und Kirchgemeinden sowie von der Gemeinde Salmsach. Grösseres Sparpotenzial ortet die EVP Romanshorn beim Seebad. «Da erachten wir den Stadtrat als zu zögerlich.» Höhere Tarife zumindest am Wochenende erscheinen der Partei zumutbar.

Die übrigen Sparvorschläge würden zwar da und dort schmerzen. Sie liegen nach Ermessen der EVP aber mehrheitlich im erträglichen Rahmen. (red)

Hinweis Weitere Bemerkungen insbesondere zu den Kürzungen im Personalbereich auf www.evp-arbon.ch, Rubrik Ortsgruppe Romanshorn-Salmsach.