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ROMANSHORN: Sie gehen weiter getrennte Wege

Die Behörden der beiden Schulgemeinden und der Politischen Gemeinde geben der FDP einen Korb. Sie wollen die Bevölkerung nicht über die Bildung einer Einheitsgemeinde abstimmen lassen.
Markus Schoch
Fototermin auf dem Turm des alten Feuerwehrdepots mit Blick auf die Stadt: Primarschulpräsident Hanspeter Heeb, Berater Christoph Tobler, Sekundarschulpräsident Walo Bohl und Stadtpräsident David H. Bon. (Bild: Markus Schoch)

Fototermin auf dem Turm des alten Feuerwehrdepots mit Blick auf die Stadt: Primarschulpräsident Hanspeter Heeb, Berater Christoph Tobler, Sekundarschulpräsident Walo Bohl und Stadtpräsident David H. Bon. (Bild: Markus Schoch)

Markus Schoch

markus.schoch@thurgauerzeitung.ch

Die Freisinnigen mussten lange warten und bekommen jetzt eine Absage. Vor eineinhalb Jahren forderten sie die beiden Schulgemeinden beziehungsweise die Politische Gemeinde auf, eine Vorlage zur Bildung einer Einheitsgemeinde auszuarbeiten. Doch das werden die Behörden der drei Körperschaften nicht tun. Sie wollen alles beim Alten belassen und stützen sich dabei auf einen Bericht von Berater Christoph Tobler, der ihnen in Form einer Auslegeordnung die Entscheidungsgrundlage geliefert hat.

Es sind im Wesentlichen zwei Gründe, warum die Verantwortlichen nichts unternehmen wollen. Erstens: Nach Meinung der beiden Schulbehörden besteht kein Handlungsbedarf. «Das bestehende Modell mit drei auto­nomen Körperschaften ist ein Erfolgsmodell», sagte Primarschulpräsident Hanspeter Heeb gestern an einer Medienorientierung. Die Zusammenarbeit funktioniere gut. Beispiele dafür seien das Campus-Projekt oder der Kinderspielplatz, den die Stadt bei der neuen Schulanlage der Primarschule Im Grund baut. «Wir begegnen uns auf Augen­höhe.» Sekundarschulpräsident Walo Bohl sieht auch keine wesentlichen Synergie-Effekte, die eine Neuorganisation bringen könnten. Sie würden überschätzt, schreibt dazu Tobler in seinem Bericht. Und nimmt damit der FDP Wind aus den Segeln, die ihre Forderung unter anderem mit Effizienzgewinnen und Know-how-Transfer begründet.

Zweitens: Selbst wenn die drei Körperschaften der Bildung einer Einheitsgemeinde positiv gegenüberstehen würden: Es wäre gemäss Tobler «rechtlich gesehen extrem schwierig und kaum möglich», den gemeinsamen Willen tatsächlich in neuen Strukturen umzusetzen. Denn die drei Gemeinden sind geografisch nicht deckungsgleich, was sie aber sein müssten für die Bildung einer Einheitsgemeinde. Zur Sekundarschule gehört auch Salmsach. Die Nachbargemeinde einfach abzunabeln, ist aus Sicht von Tobler schwierig, da sich die Salmsacher dann einer anderen Sekundarschulgemeinde anschliessen müssten. Die in Frage kommenden Kandidaten sind aber Volksschulgemeinden. Bei einem Wechsel der Sekundarschule müsste darum auch die Salmsacher Primarschulgemeinde mitgehen, die heute Teil der Politischen Gemeinde ist. Salmsach organisatorisch von der Sekundarschule Romanshorn abzulösen und dann über die Hintertür beispielsweise in Form einer Leistungsvereinbarung wieder anzubinden, ist gemäss Tobler rechtlich nicht (mehr)möglich. Die Stadt respektiert die Haltung der Schulgemeinden. «Wir machen nichts, was für die Schulen nicht Sinn macht», sagte gestern Stadtpräsident David H. Bon.

Die FDP möchte zuerst die Begründung studieren, bevor sie sich zum Entscheid gegen eine Vorlage äussert, erklärte Präsident Arno Germann.

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