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ROMANSHORN: Romanshorner sorgen sich um Asco-Brunnen

Sorge um den Asco-Brunnen: Wie Passanten bemerkt haben wollen, wurden die Ventile heuer nicht beziehungsweise verspätet abmontiert. Es drohen Frostschäden und Vandalenakte.
Tanja von Arx
Das Wasserspiel des «Pusteblumen-Brunnens» im Sommer. (Bild: Reto Martin (6. Juni 2016))

Das Wasserspiel des «Pusteblumen-Brunnens» im Sommer. (Bild: Reto Martin (6. Juni 2016))

Tanja von Arx

tanja.vonarx@thurgauerzeitung.ch

Alle guten Dinge sind drei. Oder vielleicht doch die weniger guten? Nachdem in Romanshorn zwei gemeinnützige Brunnen – gemäss öffentlicher Wahrnehmung – klammheimlich abtransportiert worden sind, ist man derweil besorgt um den Asco-Brunnen. Ironischerweise ist beim sogenannten Pusteblumen-Brunnen offenbar das Gegenteil der Fall. Wie der Bevölkerung bekannt ist, wurden jeweils auf den Winter hin die Ventile abmontiert, welche in der warmen Jahreszeit für das Wasserspiel verantwortlich zeichnen (siehe Bild). Dies mit dem Ziel, Frostschäden vorzubeugen und vandalistische Akte zu verhindern.

Aktuell: Die Flöten der kleinen Blumen sind abmontiert. (Bild: PD)

Aktuell: Die Flöten der kleinen Blumen sind abmontiert. (Bild: PD)

Ein wertvolles Geschenk

Wie Spaziergänger bemerkt haben wollen, ist das heuer aber nicht beziehungsweise verspätet der Fall gewesen. Was brisant ist, denn: Beim Asco-Brunnen handelt es sich um ein wertvolles Geschenk, das die gleichnamige Asco Kohlensäure AG der Stadt im Jahr 1993 gemacht hat. Die Firma mit Sitz in der Hafenstadt unterhält am andern Ende der Welt im neuseeländischen Christchurch denselben Brunnen (siehe unten).

Auf Nachfrage bei der Stadt heisst es, die Flöten der zwei kleinen Brunnen habe man jeweils im Herbst abmontiert. In erster Linie um Schäden durch Vandalen zu verhindern. Denn versiege der Wasserstrom, seien die ohnehin sensiblen Röhrchen leicht zugänglich. «Das haben wir schon immer so gemacht», sagt der Leiter des Werkhofs.

«Steuerzahler kommt für Aufwand auf»

Die Ventile des grossen Brunnens demontiere man alle zwei bis drei Jahre. Diese könnten nur schwer beschädigt werden, da sie relativ weit oben befestigt seien. «Der Zeitpunkt wird danach bestimmt, wann die Flöten verstopft sind.» Dies sei nach einiger Zeit natürlicherweise der Fall, und die Ventile würden ausserdem im Werkhof gereinigt. Besagte Notwendigkeit sei an Lücken im Wasserspiel erkenntlich. Der Werkhof-Leiter resümiert: «Wir tun es dann, wenn es nötig ist. Denn das ist mit Aufwand verbunden, für den der Steuerzahler aufkommen muss.»

Asco-Brunnen: Dasselbe Wasserspiel steht in Neuseeland

Die Asco Kohlensäure AG hat der Stadt 1993 einen Brunnen geschenkt. Das CO2- und Trockeneis-Unternehmen hat den Sitz an der Romanshorner Industriestrasse. Ein identisches Gegenstück des Wasserspiels, das Pusteblumen nachempfunden ist, steht am anderen Ende der Welt oder wie man in der Hafenstadt zu sagen pflegt: «Der zweite Asco-Brunnen ist ‹unterhalb› situiert.» Nämlich in der Neuseeländischen Grossstadt Christchurch. Der Asco-Brunnen in Romanshorn ist mittlerweile zum städtischen Wahrzeichen geworden. Während der Sommermonate ist er aus dem Seepark neben dem Hafenbecken nicht mehr wegzudenken. Die Stadt unterhält den Brunnen seit dem Zeitpunkt der Schenkung durch die Mitarbeiter des Werkhofs. (tva)

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