Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

ROMANSHORN: Premiere: Kneippen im Altersheim

Die Genossenschaft Alterssiedlung und Altersheim Romanshorn investiert in Holzenstein 2,4 Millionen Franken für einen neuen Verbindungsgang zwischen den Häusern sowie eine Umgestaltung des Gartens.
Markus Schoch
Beginnen die Bauarbeiten symbolisch: Bewohner Albert Schönenberger, Jörg Nellen von der Baukommission, Heimleiter Andreas Steinke, Genossenschaftspräsident Christian Hug und Architekt Claudio Votta. (Bild: Reto Martin)

Beginnen die Bauarbeiten symbolisch: Bewohner Albert Schönenberger, Jörg Nellen von der Baukommission, Heimleiter Andreas Steinke, Genossenschaftspräsident Christian Hug und Architekt Claudio Votta. (Bild: Reto Martin)

ROMANSHORN. Genossenschaftspräsident Christian Hug will das Haus Holzenstein zu einem modernen Hotel machen. Gestern kam er diesem Ziel wieder ein Stückchen näher. Mit einem Spatenstich und Musik von Alphornbläser Markus Kurmann begannen die Umbauarbeiten im Rahmen des neuesten Projektes, für das die Genossenschafter im April einen Kredit in der Höhe von 2,4 Millionen Franken gesprochen hatten. «Am meisten freue ich mich auf das Kneipp'sche Becken», sagte Heimleiter Andreas Steinke. Die Bewohner können mit Rollstuhl und Rollator hineinfahren. «Ich glaube, das hat keine ähnliche Institution in der Schweiz zu bieten», meinte Steinke nicht ohne Stolz.

Lichtdurchfluteter Korridor

Die Möglichkeit zum Wassertreten ist Teil der umfassenden Neugestaltung der Umgebung, die in den letzten 30 Jahren im wesentlichen unverändert geblieben ist.

Kernstück des Projektes nach den Plänen der Bischof Partner Architektur AG in Romanshorn ist jedoch ein neuer Verbindungskorridor zwischen dem 1970 eröffneten Hochhaus und dem Erweiterungsbau aus dem Jahr 1985. Die heutige Konstruktion aus Holz ist eher düster. Sie soll durch einen neuen lichtdurchfluteten Baukörper aus Stahl und Glas ersetzt werden, der grösser ist und zu einem eigentlichen Aufenthaltsbereich wird. «Die geschwungene Glasfassade wird das Highlight des Projektes», sagte der verantwortliche Architekt Claudio Votta.

Angegliedert wird ausserdem ein Raum für die Aktivierung und Betreuung sowie ein Speisesaal für diejenigen Bewohner, die nicht mehr selbständig essen können.

Mit dem Abbruch des Korridors soll Anfang August begonnen werden. Während der bis Ende dieses Jahres oder Anfang des nächsten Jahres dauernden Bauarbeiten gelangen die Bewohner unterirdisch von einem Haus zum anderen.

Eingang wird hindernisfrei

Mehr Bewegungsfreiheit erhalten die Bewohner auch im Eingangsbereich, der bis jetzt nur über eine grössere Treppe erreichbar war. Künftig ist das Heim hindernisfrei von der Obstgartenstrasse her erschlossen. Der Windfang und das Entrée werden grosszügiger gestaltet. Die Genossenschaft müsse mit der Zeit gehen und sich den veränderten Bedürfnissen und Lebenssituationen der Bewohner anpassen, sagte Hug. Die aktuell 83 Frauen und Männer im Haus Holzenstein sind im Durchschnitt 89 Jahre alt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.