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ROMANSHORN: Plantschen mit Fiffi

Hundehalter wünschen sich einen Badestrand für ihre Vierbeiner. Bei der Stadt rennen sie damit offene Türen ein. Doch so einfach ist es nicht.
Markus Schoch
In Altnau gibt es seit Jahren einen offiziellen Badestrand für Hunde. (Bild: Andrea Stalder (28. August.2015))

In Altnau gibt es seit Jahren einen offiziellen Badestrand für Hunde. (Bild: Andrea Stalder (28. August.2015))

Markus Schoch

markus.schoch

@thurgauerzeitung.ch

Was Altnau hat, soll auch Romanshorn haben. Eine Frau sucht auf der rund 1 900 Mitglieder zählenden Facebook-Gruppe «Du bisch vo Romanshorn, wenn...» Ideen, wie sie es anstellen muss, damit es dereinst auch in der Hafenstadt einen Badestrand für Hunde gibt. «Der Zugang über die Kanuwiese ist ja nur zeitlich begrenzt möglich», schreibt sie. Und fragt sich, ob es nicht einen anderen geeigneten Bereich am Wasser gäbe.

Diese Frage stellt sich seit Längerem auch Stadträtin Melanie Zellweger. Die SVP-Vertreterin hat sich in der bis Mitte 2019 laufenden Amtsperiode ausdrücklich zum Ziel gesetzt, ein Konzept für einen Hundebadestrand vorzulegen. Doch bis jetzt tut sie sich einigermassen schwer damit. «Es ist nicht leicht», sagt sie selber. «Es gibt einige Nüsse zu knacken.»

In den Parkanlagen gilt Leinenpflicht

Ein Problem: Es ist fast unmöglich, einen passenden Ort für die Hunde beziehungsweise deren Halter zu finden. Grosse Teile der Uferzone sind Parkanlagen, wo der Gesetzgeber Leinenpflicht verlangt. Zudem gelangt man dort meist nur über grosse Blocksteine in den See, was nicht nur schwierig, sondern unter Umständen auch gefährlich ist, da man sich an Armierungseisen in den Betonbrocken verletzten kann, sagt Zellweger. Immerhin habe der Zivilschutz im letzten Sommer auf einem begrenzten Abschnitt beim Hafenglöggli die scharfkantigen Stahlstangen entfernt. Der Badespass hält sich aber auch dort in Grenzen. Das Wasser ist tief und die Fähre sowie andere Schiffe sind nah. Im Bereich der Bunkerwiese auf der anderen Seite der Hafeneinfahrt gibt es zwar Treppen, auf denen man relativ gut ans Wasser kommt. «Beim Baden können allerdings Konflikte mit der Kursschifffahrt entstehen», heisst es im alten Richtplan Hafenareal aus dem Jahr 2002. «Deshalb darf die Bademöglichkeit nicht offiziell propagiert werden.»

Flachufer gibt es nur im Bereich der Badi Holzenstein beziehungsweise im Seebad, die für Hunde aber im Sommer nur an der Leine oder gar nicht zugänglich sind.

Die Ausgangslage ist schwierig, die Flinte ins Korn werfen will Zellweger deswegen aber nicht. «Ich habe das Ziel nicht aus den Augen verloren.» Beim Kanton habe sie ihr Anliegen schon vor längerer Zeit im Rahmen der Arbeiten für die Seeuferplanung deponiert. Ihre Hoffnung: «Vielleicht lässt sich irgendwo ein Stück Land ausscheiden für den Hundebadestrand.»

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