ROMANSHORN: Pikes in schwieriger Situation

Innert kurzer Zeit sind der Präsident und der Vizepräsident des Eishockeyclubs zurückgetreten. Als Troubleshooter springt Richard Stäheli ein. Er ist überzeugt: «Wir werden auch diese Situation meistern.»

Markus Schoch
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Markus Schoch

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Zuerst legte Präsident Max Hinterberger Anfang Februar aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder, das er vor einem Jahr angetreten hatte. Dann machte es ihm vorletzte Woche Vizepräsident Thomas Müller gleich, der seine Kollegen wissen liess, dass er ab sofort nicht mehr zur Verfügung stehe. «Verständlicherweise bringt dies unseren Club in eine schwierige und neue Situation», schreiben die Pikes in einer Mitteilung. Der Vorstand hat daher beschlossen, sich bis zur diesjährigen Generalversammlung wie folgt an der Spitze zu organisieren: Als Übergangspräsident stellt sich Roland Schneeberger zur Verfügung, als Vizepräsident ad interim Gregor Müller. Als Troubleshooter beigezogen hat der Verein Ehrenpräsident Richard Stäheli, der den Verein faktisch im Rahmen einer Generalvollmacht bis mindestens 30. April des nächsten Jahres führen wird und dem die Rolle nicht ganz unbekannt ist. Diese Zeit soll genutzt werden, einen neuen Präsidenten zu finden und ihn aufzubauen.

«Wir sind bei der Planung drei Monate im Rückstand»

Im Moment sei das aber zweitrangig, sagt Stäheli. Vorderhand gehe es vor allem darum, den Rückstand bei der Planung der nächsten Saison aufzuholen. «Wir sind drei Monate im Verzug.» Von einem Kraftakt ist in der Mitteilung die Rede. Stäheli selber spricht von einer Herkulesaufgabe. Zumal er demnächst noch drei Wochen in die Ferien fahre. «Aber wir werden es schaffen, ich bin guter Dinge», sagt Stäheli. Er habe letzte Woche ­bereits vieles aufgegleist. Im operativen Bereich laufe es bei den Pikes ohnehin sehr gut. «Sportlich habe der Verein wieder sehr viel erreicht.» Darauf weist auch Vizepräsident Gregor Müller hin. «Wir spielen beispielsweise aktuell bei den Mini-Top um den Schweizer-Meister-Titel», was nicht hoch genug eingeschätzt werden könne.

Die Pikes sind einer der bedeutendsten Ausbildungsvereine der Schweiz. Sie investieren viel in den Nachwuchs, bieten ihm aber auch eine sportliche Perspektive: Die erste Mannschaft spielt in der 1. Liga.