ROMANSHORN: Ostermarsch setzt Zeichen für Solidarität in der Flüchtlingskrise

Zum traditionellen Ostermarsch am Schweizer Bodenseeufer werden am Ostermontag rund 600 Menschen in Romanshorn TG erwartet. Auf dem Weg durch die Stadt sind unter dem Motto "Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten“ mehrere Kundgebungen geplant.

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Ulrich Tilgner, Nahostexperte und Korrespondent, spricht am Ostermarsch über die Verantwortung der Schweiz in dre europäischen Waffenexportpolitik. (Bild: Urs Bucher (Urs Bucher))

Ulrich Tilgner, Nahostexperte und Korrespondent, spricht am Ostermarsch über die Verantwortung der Schweiz in dre europäischen Waffenexportpolitik. (Bild: Urs Bucher (Urs Bucher))

ROMANSHORN.Die Organisatoren des «Internationalen Bodensee-Friedensweg» wollen angesichts der katastrophalen Lage Tausender Flüchtlinge und Migranten an den wieder hochgezogenen europäischen Grenzen ein starkes zivilgesellschaftliches Zeichen für europäische Solidarität und die Achtung der Menschenwürde setzen, wie es in der Mitteilung vom Donnerstag heisst.

Der Friedensweg beginnt um 10.30 Uhr auf dem Romanshorner Bahnhofsplatz. Unter anderem wird der Fernsehjournalist Ulrich Tilgner beim inzwischen grössten Ostermarsch der Schweiz an die Verantwortung der europäischen Waffenexportpolitik für die aktuelle Krise in Syrien und anderen Kriegsgebieten erinnern.

Die Zürcher Regisseurin Aya Domenig, die mit ihrem Hiroshima-Film «Als die Sonne vom Himmel fiel» den letzten Überlebenden des Atombombenabwurfs eine Stimme gegeben hat, erinnert an 30 Jahre Tschernobyl und fünf Jahre Fukushima. Die Schriftstellerin Melinda Nadj Abonji wird schliesslich dazu aufrufen, sich entscheiden gegen eine Politik der Ausgrenzung und Diskriminierung zu wehren.

Der Friedensweg wird von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis aus Kirchen, Gewerkschaften und Initiativen der Friedensbewegung in der Schweiz, Deutschland und Österreich getragen. (sda)