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ROMANSHORN: Neue Wende im Mietstreit

Wegen eines Gerichtsverfahrens kann die Stadt nicht vorwärtsmachen mit dem geplanten Kulturzentrum in der Kino-Liegenschaft. Doch das Problem könnte sich schon bald lösen.
Markus Schoch
Dieses Haus will Nedaim Bilali umbauen. Das Baugesuch liegt derzeit auf. (Bild: Reto Martin)

Dieses Haus will Nedaim Bilali umbauen. Das Baugesuch liegt derzeit auf. (Bild: Reto Martin)

ROMANSHORN. Die Stadt hat Nedaim Bilali mit Recht auf Ende Januar dieses Jahres die 6-Zimmer-Wohnung in der Kino-Liegenschaft gekündigt. Und es gibt keinen Grund, warum der Mietvertrag um vier Jahre oder überhaupt verlängert werden sollte, wie das Bilali verlangt. Zu diesem Schluss kommt das Bezirksgericht Arbon in seinem Entscheid von Anfang Juni im Streit zwischen den beiden Parteien. Es wies die Klage vollumfänglich ab. Ein Vergleich scheiterte.

Bilali akzeptiert das Urteil allerdings nicht. Er ist ans Obergericht gelangt, das sich den Fall nochmals anschauen soll (wir berichteten). Möglicherweise geht es ihm nicht zuletzt darum, Zeit zu gewinnen. Denn mittlerweile könnte seine Familie ein neues Dach über dem Kopf gefunden haben, nachdem sie gemäss eigenen Angaben in der Vergangenheit so lange erfolglos gesucht hatte.

Haus im Schlossberg-Quartier

Mit Sicherheit sagen lässt es sich nicht, weil Bilali gegenüber der Thurgauer Zeitung keine Auskunft mehr gibt.

Tatsache ist: Bilali beziehungsweise die von ihm präsidierte TG-Immoprojekte AG hat am 11. Juli im Schlossberg-Quartier in Romanshorn ein Mehrfamilienhaus gekauft. Und dieses Haus soll jetzt umgebaut werden. Das entsprechende Gesuch liegt seit dem 16. September noch bis zum 5. Oktober öffentlich auf. Ansprechperson ist Bilali. Die auf den Unterlagen angegebene Handynummer ist seine.

Geplant ist, in den beiden bestehenden Wohnungen unter anderem das Bad beziehungsweise die Küche neu zu machen. Vorgesehen ist ausserdem der Ausbau des Dachgeschosses. Es gibt auch vier neue Parkplätze. Doch noch liegt die Bewilligung der Stadt nicht vor. Und es ist noch einiges zu tun, bevor Bilali einziehen könnte, wenn er das denn wollte. Und falls dem so wäre, müsste er noch eine gewisse Zeit in der Kino-Wohnung im Besitz der Stadt bleiben können.

Stadt will nicht spekulieren

Die Stadt gibt sich zurückhaltend: «Wir haben zur Kenntnis genommen, dass Nedaim Bilali das Urteil weiterzieht. Es liegt nicht an uns, über die Gründe dafür zu spekulieren», teilt der zuständige Stadtrat Christoph Suter auf Anfrage mit.

Die Stadt hat Bilali auf Ende Januar dieses Jahres gekündigt, weil sie das Kino zum Kulturzentrum machen will und dafür die Wohnung braucht. Ein entsprechendes Konzept liegt seit letztem Jahr vor. Die Umsetzung ist aber durch das Gerichtsverfahren blockiert. «Sobald die Wohnung frei wird, geht es weiter. Durch das Weiterziehen des Urteils werden diese weiteren Schritte verzögert», heisst es in der Mitteilung von Suter weiter.

Ein Anfang ist aber gemacht: Der Kino-Vorplatz wird neu gestaltet. Das nötige Geld haben die Romanshorner mit dem Budget für dieses Jahr freigegeben. Die Baubewilligung liegt vor.

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