ROMANSHORN: Mietstreit endgültig beigelegt

Das Gerichtsverfahren rund um die Wohnung in der Kino-Liegenschaft ist vom Tisch. Der frühere Geschäftsführer ist ausgezogen. Die Stadt arbeitet an den Plänen für ein Kulturzentrum.

Tanja von Arx
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Die Sechs-Zimmer-Wohnung in der Liegenschaft des «Roxy» steht leer. (Bild: Andrea Stalder)

Die Sechs-Zimmer-Wohnung in der Liegenschaft des «Roxy» steht leer. (Bild: Andrea Stalder)

Die Namensschilder fehlen. Weder die Klingel noch der Briefkasten zugehörig zur Wohnung in der Kino-Liegenschaft sind beschriftet. Es handelt sich um die Adresse des früheren Roxy-Geschäftsführers Nedaim Bilali. Bilali ist seit längerem in einen Mietstreit verwickelt (unsere Zeitung berichtete). Die Stadt hatte ihm auf Ende Januar vergangenen Jahres gekündigt, weil sie das Kino zum Kulturzentrum machen möchte und dafür die Wohnung braucht. Bilali wehrte sich jedoch auf dem Rechtsweg und verlangte, den Mietvertrag um vier Jahre zu verlängern. Das Bezirksgericht Arbon entschied allerdings, dass dafür kein Grund bestehe, und wies die Klage vollumfänglich ab. Auch ein Vergleich scheiterte. Der ehemalige Geschäftsführer akzeptierte den gerichtlichen Entscheid nicht und hatte zuletzt im Sinn, die Sache ans Obergericht weiterzugeben. In Romanshorn erzählte man sich, dass er Zeit gewinnen wolle, damit seine Familie ein neues Dach über dem Kopf finden könne. Diese hatte laut eigenen Angaben in der Vergangenheit lange Zeit erfolglos danach gesucht.

«Ich äussere mich dazu nicht»
Auf Nachfrage sagt Bilali: «Ich äussere mich dazu nicht.» Wie es von Seiten der Stadt dann gestern hiess, ist die Liegenschaft an der Salmsacherstrasse seit Anfang Januar nicht mehr bewohnt. Nachdem Bilali kein Rechtsmittel ge- gen das Urteil des Bezirksgerichts ergriffen habe, sei dieses Ende 2016 in Rechtskraft erwachsen. In der Folge sei das Mietverhältnis beendet worden. Laut dem zuständigen Stadtrat Christoph Suter fand die Wohnungsüber-gabe ordentlich statt. Betreffend das Kulturzentrum teilte die Stadt mit, dass zu den Räumlichkeiten ein kleines Nutzungskonzept erarbeitet werde. Alle jetzigen Nutzer bezöge man mit ein. Danach werde man nächste Schritte überlegen und entscheiden. Was genau geschehen werde, sei abhängig von den Resultaten, den finanziellen Mitteln und vor allem von einer möglichen Trägerschaft. Das Thema werde entsprechend noch viel Zeit beanspruchen.