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ROMANSHORN: «Man findet so viel, wie man sucht»

Zwei Stühle, ein Koffer, ein Cello und die Bibel: Eric Wehrlin präsentierte am Samstag im Rebgarten sein Programm «Die Espresso-Bibel».
Musiker und Erzähler: Eric Wehrlin auf der Bistrobühne. (Bild: Markus Bösch)

Musiker und Erzähler: Eric Wehrlin auf der Bistrobühne. (Bild: Markus Bösch)

In schnellen Sätzen und wortgewandt erzählt der Schauspieler mit Schweizer Wurzeln die Entstehung respektive Erschaffung des Menschen «nach einer ersten Skizze». Und nach einem Zeitsprung zum Wasser-Wein-Wunder von Jesus schildert Eric Wehrlin die Apfelbeisserszene, den ersten Sex und stellt dann die Frage nach der Schuld, die bis heute aktuell ist. Von Noah gibt er vier Tipps fürs Leben weiter, untermalt vom Cello, und geht dann weiter über das Grossprojekt des Turmbaus hin zu Abraham, der seinen Sohn töten soll. Und auch hier wieder sind seine Fragen messerscharf: «Was ist, wenn Gott gerade woanders hinschaut, zum Beispiel bei den Flüchtlingsbooten im Mittelmeer ?»

«Zu Zeiten von Mose genauso wie heute will Gott keine Gesetze und Könige, sondern Beziehungen zu Menschen.» Und nach der Pause erklärt Wehrlin in Polizeiuniform, warum und wieso dieses Gottesbild falsch ist. Er geht im Schnellzugstempo durch die biblischen Bücher, zitiert Verse und hat die Lacher stets auf seiner Seite. Gepredigt wird nur nebenbei, und vielleicht gerade deshalb glaubt man Wehrlin, wenn er sagt: «Es macht Sinn, Gott und Jesus zu vertrauen. Und wir finden in der Bibel so viel, wie wir suchen.»

Dann rennt er durch die Geschichte der Reformatoren, jenen des ersten Jahrtausends und jenen wie Luther: Dieser habe sich von Jona inspirieren lassen, seine Thesen nicht zu widerrufen. Grund genug, gleich noch die Geschichte von Jona anzuhängen – und als Zugabe jene vom Mann, der dank Esel, Hund und Affe statt 20 gegen 80 Jahre alt werden darf.

Markus Bösch

romanshorn

@thurgauerzeitung.ch

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