Romanshorn macht es vor

ROMANSHORN. Viele Gemeinden im Thurgau beschäftigen neuerdings versuchsweise Sozialhilfe-Empfänger im Werkhof. Romanshorn kennt dieses Modell seit längerem. Und macht durchwegs gute Erfahrungen damit. Das Projekt wird darum weitergeführt.

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Ein Werkhof-Mitarbeiter sammelt Abfall auf. (Bild: Reto Martin)

Ein Werkhof-Mitarbeiter sammelt Abfall auf. (Bild: Reto Martin)

Sie tragen die gleiche Kleidung und übernehmen ähnliche Arbeiten. Die Sozialhilfeempfänger, die seit längerer Zeit im Werkhof der Stadt Romanshorn beschäftigt sind, unterscheiden sich jedoch nicht nur äusserlich kaum von ihren Arbeitskollegen. Sie arbeiten auch Hand in Hand und fügen sich nahtlos in die Strukturen der langjährigen Mitarbeitenden ein.

Was derzeit in vielen weiteren Gemeinden im Kanton Thurgau als Versuch läuft, wird in Romanshorn schon seit längerem ohne grosses Aufhebens praktiziert.

Verschiedene Ziele

«Einerseits ist es wichtig, dass Erwerbslose und Menschen mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit sowie Personen aus dem Asylbereich eine Tagesstruktur bekommen. Andererseits geht es aber auch darum, Stellenlose wieder in den Arbeitsprozess zu bringen und sie in der Gesellschaft integriert zu halten», sagt Christian Hug, Abteilungsleiter Soziale Dienste. Es handle sich dabei aber auch um eine Art Gegenleistung. «Denn die in einer schwierigen Situation vom Staat profitierenden Menschen können mit ihrer Arbeit der Allgemeinheit einen Dienst erweisen», so Christian Hug.

Im Durchschnitt vier Personen

Vom temporären Arbeitsprogramm haben in den letzten Monaten im Durchschnitt vier Personen profitiert.

Im Werkhof hat man mit den Aushilfskräften, die in verschiedenen Funktionen wie zum Beispiel im Litteringbereich eingesetzt werden, bisher gute Erfahrungen gemacht. «Wir werden das Projekt deshalb weiterführen», sagt Peter Höltschi, Leiter des Romanshorner Werkhofes.

Kein Ausbau geplant

Vorläufig soll die Zahl der Teilnehmer des Projektes aber begrenzt bleiben. «Damit ist eine optimale Durchmischung der gut eingespielten Teams gewährleistet», ist Peter Höltschi überzeugt. (mtb)