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ROMANSHORN: Leidiges Licht

Die Lichtverschmutzung am Hafen empfinden manche als gross. 2015 hat der Stadtrat daher beschlossen, ein Beleuchtungskonzept in Auftrag zu geben. Doch realisiert wurde es nie.
Tanja von Arx
Besonders im Winter ist der Hafen von Romanshorn hell erleuchtet.Archivbild: Manuel Nagel (Dezember 2016)

Besonders im Winter ist der Hafen von Romanshorn hell erleuchtet.Archivbild: Manuel Nagel (Dezember 2016)

Tanja von Arx

tanja.vonarx@thurgauerzeitung.ch

Blattwelke, schlechter Schlaf und absolute Orientierungslosigkeit: Lichtverschmutzung zieht unerfreuliche Folgen nach sich (siehe Kasten). Das hat auch der Romanshorner Stadtrat erkannt. Er hat deshalb beschlossen, ein Beleuchtungskonzept für den sogenannten Entwicklungsschwerpunkt Hafenbecken erarbeiten zu lassen. Das war allerdings an der Sitzung vom 1. Dezember 2015. Seither hat niemand mehr etwas davon gehört.

Aus Kostengründen sistiert

Auf Nachfrage sagt Stadtpräsident David H. Bon: «Das Beleuchtungskonzept ist als Wettbewerbsverfahren vorbereitet worden. Es wurde aber aus Kostengründen sistiert.» Das dürfte nicht im Sinne aller Anwohner sein. So sagt Daniel Anthenien, Umweltbeauftragter der Katholischen Kirchgemeinde: «Wir würden es begrüssen, ein gemeinsames Projekt realisieren zu können.» Es gebe im Rahmen des Programms Grüner Güggel eine Arbeitsgruppe, die sich mit den Themen Energieeffizienz und Biodiversität beschäftige. Beides sei von Belang für den Kirchturm. Dort hätten früher verschiedene Tierarten Unterschlupf gefunden. Im Sommer hätten sich etwa Turmfalken angesiedelt und das Jahr hindurch Fledermäuse. Doch wegen der starken Beleuchtung würden sie heute fernbleiben, vermutet Daniel Anthenien.

Der Clou an der Sache ist, dass die Gemeinde den Strom für die Kirchturmbeleuchtung zahlt. Anthenien sagt, er hätte deshalb mit Stadtplanerin Nina Stieger gesprochen zwecks Aufnahme des Turms ins Beleuchtungskonzept. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen. Wie David H. Bon des Weiteren mitteilt, wird der Stadtrat im Rahmen des städtebaulichen Konzepts für die Innenstadt vom Architekturbüro KCAP grundsätzliche Überlegungen zu dieser Frage erhalten. «Das weitere Vorgehen wird dann später festgelegt», sagt der Stadtpräsident.

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