ROMANSHORN: Land in Sicht für «Inseli»-Besitzer

Seit sieben Jahren sind die Eigentümer des 4-Sterne-Hotels direkt am See an der Planung für einen Neu- oder Erweiterungsbau. Jetzt endlich können sie einen Investor für das Projekt suchen.

Markus Schoch
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Im Frühling des letzten Jahres präsentierten die «Inseli»-Eigentümer eine Visualisierung des Neubaues. (Bild: PD)

Im Frühling des letzten Jahres präsentierten die «Inseli»-Eigentümer eine Visualisierung des Neubaues. (Bild: PD)

ROMANSHORN. Auf diesen Tag hat Miteigentümer Roland Hugentobler lange gewartet. Er weiss jetzt, was erlaubt beziehungsweise politisch gewünscht ist und was nicht. Im Rahmen einer kooperativen Planung unter Einbezug aller relevanten Partner seien die Rahmenbedingungen für eine städtebaulich, wirtschaftlich sowie bau- und nachbarrechtlich verträgliche Lösung formuliert worden, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Eine je siebenköpfige Steuerungs- und Expertengruppe, bestehend aus Vertretern der Stadt, des Kantons und der Hotel Schloss AG, habe dann auf dieser Grundlage unter der Führung von Städtebauer Matthias Wehrlin Leitlinien für den Neubau des Hotels Inseli erarbeitet.

Der Stadtrat hat diese Grundsätze im Sommer behandelt und «in unterstützendem Sinne zur Kenntnis genommen», heisst es in der Mitteilung weiter. Insbesondere kann sich die Behörde für das Parkhotel Inseli «bei einem der exponierten Lage angepassten qualitätssichernden Verfahren» eine Gebäudehöhe bis 30 Meter vorstellen. Zur Diskussion stand als Alternative eine Erweiterung des heutigen Hotels gegen Westen mit einem fünfgeschossigen Anbau in der bestehenden Gebäudehöhe von etwa 19 Metern.

Stadtrat begrüsst Wellnessbereich am See

Der Stadtrat hat gemäss Mitteilung verschiedene Projektentwürfe zur Kenntnis genommen und begrüsst ein Vorhaben mit Seeanstoss des Wellnessbereichs, unter Beibehaltung des öffentlichen Durchgangs. Die Parkierung soll wenn möglich gemeinsam mit der geplanten unterirdischen Parkierungsanlage am Schlossberg realisiert werden.

Nachdem die Rahmenbedingungen klar sind, wollen die Besitzer des «Inseli» jetzt «prioritär die Gespräche mit Investoren» weiterführen, die das Projekt weiterentwickeln sollen, dessen Kosten im Frühling des letzten Jahres mit 30 bis 35 Millionen Franken beziffert worden waren. «Denn Architektur und Gestaltungsbild müssen Teil des Hotels sein», wird Hugentobler in der Mitteilung zitiert. Die weiteren Planungsschritte sollen erst in einer zweiten Phase vorangetrieben werden.

«Mit den gemeinsam erarbeiteten Leitlinien ist die Basis für das weitere Vorgehen gelegt», hält Stadtrat Markus Fischer fest. Auch für Marco Sacchetti, Generalsekretär des Departementes für Bau und Umwelt, sind nun die Grundlagen vorhanden, um ein Projekt erarbeiten zu können, welches den unterschiedlichen Ansprüchen und der besonderen Lage gerecht werden kann.

Einen Geldgeber zu finden, ist nicht die einzige Hürde, die von der Hotel Schloss AG noch zu nehmen ist. So muss auch die heutige Touristikzone für ein Neubauprojekt erweitert werden, wozu die Stimmbürger das letzte Wort zu sagen hätten. «Der Flächenbedarf eines Hotelneubaus muss bei Vorliegen des Projektes geklärt werden», sagt Stadtrat Fischer. Der zeitliche Ablauf des Planungsverfahrens werde durch die Eigentümerschaft bestimmt. Zudem bestehe Gestaltungsplanpflicht, gibt die Stadt zu bedenken.

Die Besitzer wollen nach eigenen Angaben «ein nachhaltiges, wirtschaftlich realistisches und konkurrenzfähiges Projekt realisieren». Dies im Wissen darum, dass es sich um eine besonders sensible Uferlage handle und die Umgebungsgestaltung die übergeordneten landschaftlichen Anforderungen erfüllen müsse.

Besitzer investieren weiter in den bestehenden Betrieb

Zu einem zweiten «Metropol» soll das «Inseli» nicht werden – auch wenn der Pächter derselbe ist. Die Romanshorner Eigentümer wollen den Betrieb mit seinen 39 Zimmern bis zu einer neuen Lösung in bestenfalls vier oder fünf Jahren weiterführen und «an der Hoteltradition festhalten», wie es in der Mitteilung heisst. Derzeit investieren sie eine Viertelmillion in die Renovation der Badezimmer.