ROMANSHORN: Kurzes Intermezzo

Andreas Diethelm tritt auf Ende Jahr als Feuerwehrkommandant zurück. Er übernahm das Amt erst vor zwei Jahren. Seine Wahl war von Nebengeräuschen begleitet.
Markus Schoch
Ein grosser Tag für die Feuerwehr im Januar 2017: Kommandant Andreas Diethelm (links) und Stadträtin Melanie Zellweger mit Luca Branca von der Firma Rosenbauer vor dem neuen Tanklöschfahrzeug. (Bild: PD)

Ein grosser Tag für die Feuerwehr im Januar 2017: Kommandant Andreas Diethelm (links) und Stadträtin Melanie Zellweger mit Luca Branca von der Firma Rosenbauer vor dem neuen Tanklöschfahrzeug. (Bild: PD)

Markus Schoch

markus.schoch

@thurgauerzeitung.ch

So war es nicht geplant. Mit der Wahl des damals 45-jährigen Andreas Diethelm habe sich der Stadtrat «für eine Lösung mit Langzeitperspektive entschieden», schrieb die Stadt vor zwei Jahren in einer Mitteilung. «Wenn man von der ordentlichen Feuerwehrpensionierung von Kadern im Alter von 52 Jahren ausgeht, stehen dem neuen Kommandaten noch mindestens sieben Jahre zu Verfügung, um insbesondere die Nachwuchsförderung intensiv anzugehen.» Diethelm werde sich in den kommenden Jahren «mit unbefangenem Blick um die Basis der höheren Kader kümmern», stellte die Behörde in Aussicht. Zumindest in zeitlicher Hinsicht wird Diethelm die Erwartungen im Gemeindehaus nicht erfüllen. Er orientiert sich beruflich neu und tritt nach Informationen der Thurgauer Zeitung auf Ende Jahr als Kommandant der Feuerwehr in Romanshorn zurück, wo er in einem Teilzeitpensum zwischen 20 und 25 Prozent angestellt ist. Diethelm macht auch als Gemeindepräsident von Hefenhofen einem Nachfolger Platz, wie er im Interview verrät.

Gegenkandidat warf den Bettel hin

Das Amt als Feuerwehrkommandant trat Diethelm am 1. April 2016 an. Die Ernennung war von Nebengeräuschen begleitet, denn er war nicht der einzige Kandidat. Vize-Kommandant Christian Zanetti hatte ebenfalls Interesse, die volle Verantwortung für das Korps zu übernehmen. Der damals 51-Jährige kam aber nicht in die Kränze.

Zanetti tat sich schwer mit dem Entscheid des Stadtrates und warf den Bettel nach 28 Jahren hin. Zum einen weil Diethelm die Voraussetzungen nicht erfüllte: Er hatte die vorgeschriebenen Instruktionskurse noch nicht absolviert und war eigentlich zu alt, um sie nachholen zu können. Zum anderen behielt Diethelm seinen Wohnsitz in Hefenhofen. Die Stadt nimmt am Mittwoch Stellung zur neuesten Entwicklung.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.