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ROMANSHORN: Kraftpaket für Spritzfahrten

Bis jetzt war ein Aussenbordmotor mit 100 PS das höchste der Gefühle für Bootsbesitzer am Bodensee. Dank Gabriel Pflug von der GP Marine GmbH steht ihnen jetzt deutlich mehr Power zur Verfügung.
Markus Schoch
Gabriel Pflug mit dem nachgerüsteten Mercury DF 150. (Bild: Reto Martin)

Gabriel Pflug mit dem nachgerüsteten Mercury DF 150. (Bild: Reto Martin)

Markus Schoch

markus.schoch@thurgauerzeitung.ch

Der Spass hat seine Grenzen am Bodensee. Denn die Abgasvorschriften zählen zu den schärfsten weltweit. Wer einen neuen Viertakt-Benzinmotor aussen am Heck seines Schiffes hängen hat, musste sich bis anhin mit 100 PS begnügen, für die es zudem eine Ausnahmegenehmigung brauchte. Mehr Power lag wegen der Normen nicht drin.

Gabriel Pflug hat jetzt einen Weg gefunden, die Leistungsgrenze nach oben zu verschieben, und zwar auf 150 PS. Der Trick: Der Chef der GP Marine GmbH rüstet die Motoren mit einem Katalysator nach, der die Abgase reinigt. Bis jetzt gab es das bei Aussenbordern dieser Stärke nicht.

Auf dem Prüfstand in München

Der Prototyp war im letzten Jahr an der Interboot in Friedrichshafen zu sehen. Im Januar hat Pflug die ersten Testfahrten damit gemacht. «Sie sind bestens verlaufen», sagt er. Jetzt kommt der eigentliche Härtetest im Prüflabor des Instituts für Verbrennungsmotoren in München. Läuft alles glatt, kann Pflug beim St. Galler einen Antrag für die Abgastypengenehmigung einreichen. «Danach können die ersten Motoren offiziell in Betrieb genommen werden», sagt Pflug.

Der Weg bis dahin war ein langer und begann vor fünf Jahren. «Damals entschied ich mich, diese Marktnische zu erschliessen.» Im letzten Herbst machte er dann Nägel mit Köpfen, nachdem er einen Motor gefunden hatte, der die konstruktiven Bedingungen erfüllt: ein Mercury DF 150. Die Herausforderung war gross: «Ich war mir bewusst, dass es ein anspruchsvolles Projekt ist», sagt Pflug. Doch er war nicht allein. Der Romanshorner arbeitet seit 30 Jahren mit Spezialisten der Firma VGS in Köln zusammen, die das Steuergerät programmieren.

Zehn bis fünfzehn Motoren pro Jahr

Es gebe durchaus einen Markt für seine Neu-Entwicklung. Bei sieben bis acht Meter langen Booten gehe der Trend zu Aussenbordern. «Mit 100 PS laufen sie heute oft auf dem letzten Zacken», sagt Pflug. Er gehe von zehn bis 15 Motoren aus, die er jährlich umrüste. «Wir haben schon Bestellungen.» Billig sind sie nicht: Das Stück kostet rund 26600 Franken. Die GP Marine GmbH macht nicht alles in Eigenregie, sondern arbeitet im Vertrieb mit zwei Vertragspartnern zusammen: Einer ist die Nasbo-Werft in Altnau, der andere Schnur-Boote in Öhningen.

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