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ROMANSHORN: Keine Spur von Frust

Es könne einem nichts Besseres passieren als die Hafenstadt, sagte David H. Bon an der Neujahrsbegrüssung.
Pfarrer Ruedi Bertschi (rechts) im Gespräch mit Besuchern des Neujahrsapéros. (Bild: Reto Martin)

Pfarrer Ruedi Bertschi (rechts) im Gespräch mit Besuchern des Neujahrsapéros. (Bild: Reto Martin)

Der Stadtrat musste zuletzt ziemlich unten durch. An der Budgetgemeinde war er dem Vorwurf ausgesetzt, nichts aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben. Stadtpräsident David H. Bon ist die Kritik und das Nein zur Steuererhöhung aber offenbar nicht in den falschen Hals geraten. Im Gegenteil: "Es kann einem nichts Besseres passieren als Romanshorn", sagte er am Samstagabend an der Neujahrsbegrüssung, die von der evangelischen Kirchgemeinde zum ersten Mal organisiert worden war. "Das Erste ist nicht gut genug, und das ist richtig so. Dass wir gespiegelt werden, ist zwar manchmal streng, macht unsere Arbeit aber nachhaltiger und damit besser." In der aktuellen Situation sei das besonders wichtig, betonte Bon. "Romanshorn ist im Umbruch." Und da könne es auch einmal angezeigt sein, in die Hütte zurückzukehren, statt auf den Gipfel zu klettern, verglich er die Lage mit einem Alpinisten auf einer Bergtour. Vorwärts gehe es sowieso nur, "wenn wir uns alle miteinander schrittweise bewegen. Zusammen sind wir stark". Einen grossen Schritt habe die Verwaltung mit dem Jahreswechsel getan. Sie arbeite nun weitgehend papierlos. "Es ist der Einstieg in eine neue Zeit. Wir sind auch personell sehr gut aufgestellt und können stolz sein."

Kirchenpräsidentin Jeannette Tobler wünschte allen Besuchern Mut, Zuversicht, spannende Begegnungen und Gelegenheiten zum Lachen. "Denn Lachen verlängert das Leben." Wichtig sei auch, sich immer wieder vor Augen zu führen, "dass wir hier in der Schweiz in einem Paradies leben".

Für die Unterhaltung besorgt waren Hansjörg Meyer (Querflöte), Oliver Kopeinig (Klavier) und Rolf Streckeisen (Geige). (mso)

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