ROMANSHORN: Kampf um Bunkerwiese geht weiter

Die Schweizerische Bodensee Schifffahrt lässt sich von der Petition gegen den Bau eines grossen Spielplatzes bei der Hafeneinfahrt nicht beeindrucken. Aber vielleicht tut es der Kanton.

Markus Schoch
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1000 Personen verlangen in einer Bittschrift den Erhalt der Bunkerwiese. (Bild: Markus Schoch)

1000 Personen verlangen in einer Bittschrift den Erhalt der Bunkerwiese. (Bild: Markus Schoch)

ROMANSHORN. Der Sturm der Entrüstung bringt die Schweizerische Bodensee Schifffahrt AG (SBS) nicht vom Kurs ab. Sie hält an ihren Plänen fest, die den Bau eines Spielplatzes mit Turm, Kletterfelsen und Seilbahn hinter dem Massivlagerhaus direkt am Wasser bei der Hafeneinfahrt vorsehen. Auch wenn sich die IG Bunkerwiese für alli... und mit ihr 1000 Personen in einer Bittschrift gegen das Projekt ausgesprochen haben. «Wir machen weiter», sagte gestern Projektleiter Benno Gmür. Sie seien daran, die Baueingabe vorzubereiten.

Öffentlichkeit wird Ende Monat informiert

Im Moment könne er nicht viel sagen, sagte Gmür. Ende Monat werde er zweimal öffentlich zum Projekt Stellung beziehen, das 2,8 Millionen Franken kosten soll. Zum einen am 25. Oktober bei einem Podiumsgespräch des Grünen Forums, an dem auch Vertreter der IG Bunkerwiese teilnehmen. Und zum anderen am 29. Oktober bei einem Anlass der örtlichen FDP. Ursprünglich geplant war, im Dezember mit dem Bau des sogenannten Robins Horn zu beginnen. Ob es so schnell geht, ist eher unwahrscheinlich. Es ist noch nicht einmal klar, ob die Baumaschinen überhaupt je auffahren werden.

Ein politischer Entscheid

Das Verfahren ist kompliziert – und die Unwägbarkeiten sind gross. Die SBS braucht nicht nur eine Baubewilligung, auf die sie einen Anspruch hat, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Sondern vor allem auch den Segen aus Frauenfeld. Denn für den Vergnügungspark müsste die Konzession für die Bunkerwiese geändert werden, die der Kanton der Schifffahrtsgesellschaft für 50 Jahre zur Nutzung überlassen hat. Der Entscheid ist im Wesentlichen ein politischer. Das zuständige Departement wird sich die Meinung der Stadt anhören, die dem Vorhaben grundsätzlich positiv gegenübersteht. Die Verantwortlichen werden aber sicher auch die Petition würdigen, sagt Departementssekretär Marco Sacchetti.