Romanshorn ist fit für die Velos

ROMANSHORN. Schon nach einem halben Jahr steht fest: Die neuen Abstellplätze für Fahrräder beim Bahnhof kommen zustande. Weil die Stadt rasch arbeitete, fährt sie günstig. Die SBB übernehmen die Hälfte der Kosten.

Tanja von Arx
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Urs Oberholzer Stadtrat Romanshorn Ressort Verkehr und Integration (Bild: pd)

Urs Oberholzer Stadtrat Romanshorn Ressort Verkehr und Integration (Bild: pd)

Sie haben geplant, und sie waren schnell. Die Romanshorner Stadträte und der Bauverwalter haben binnen eines halben Jahres erfolgreich drei neue Parkgelegenheiten für Velos geschaffen. «Die Bauarbeiten beginnen nach den Sommerferien», sagt Patrick Sieber, Leiter der Abteilung Bau und Verkehr an der Bauverwaltung.

Denn: Erfolgt der Ausbau rund um den Bahnhof noch dieses Jahr, tragen die SBB die Hälfte der Gesamtkosten. Die Stadt Romanshorn hat 195 000 Franken in der laufenden Investitionsrechnung bereitgestellt, die Bundesbahnen wenden denselben Betrag auf. «Die SBB sind auf uns zugekommen», sagt Sieber. «Sie haben selber erste Abklärungen gemacht.» Der Abteilungsleiter erachtet das als ein attraktives Angebot.

Niemand erhob Einsprache

Derart rasch verlief das Vorhaben auch, weil binnen Auflagefrist der Baupläne keine Einsprache einging. Bis letzte Woche habe sich niemand gemeldet, sagt Sieber. Das erstaunt nicht. Denn die Romanshorner wünschen sich bessere Abstellgelegenheiten. Seit langem sind die Velounterstände am Bahnhof überfüllt, und weil es an Ständern mangelt, fallen die Fahrräder um. «Die Situation wird immer prekärer», sagte der zuständige Stadtrat Urs Oberholzer letzten Oktober. «Die Anlagen sind an ihre Kapazitätsgrenzen gestossen.»

Für das Bauvorhaben wurden zwei Auflagen ausgearbeitet. Eine zeigt das Areal östlich vom Kiosk, wo der bestehende Velounterstand ergänzt werden soll. Die andere bildet die Stelle direkt am IC-Gleis vor den Dienstgebäuden der SBB ab. Dort kommen neue Unterstände hin.

Die Velofahrer haben an beiden Orten bald nicht nur mehr Platz. Zusätzliche Ständer sorgen für Ordnung und verhindern, dass die Velos umfallen und Schaden nehmen. «Die sogenannten Pedalparker sind in der ganzen Schweiz dieselben», sagt Sieber. Sie ermöglichen zudem, die Fahrräder mit Kabelschlössern zu sichern und sie vor Dieben zu schützen.

Beim «Anker» kein Dach

Keine Bauauflage war für den Parkplatz neben dem Hotel Anker nötig, sagt Sieber. Dort will die Stadt nur Veloständer erstellen und kein Dach. «Wir wissen nicht, wie das Areal künftig genutzt wird», sagte Stadtrat Oberholzer vergangenen Oktober. Wegen der Unsicherheit sah die Verkehrskommission davon ab, viel Geld zu investieren.

Dieses Bild ist bald passé: Die Velounterstände am Bahnhof Romanshorn sind überfüllt. Zudem mangelt es an Ständern. (Bild: Reto Martin)

Dieses Bild ist bald passé: Die Velounterstände am Bahnhof Romanshorn sind überfüllt. Zudem mangelt es an Ständern. (Bild: Reto Martin)