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ROMANSHORN: Im Bann barocker Monumentalität

Es war ein seltenes und umso eindrücklicheres Erlebnis: In der evangelischen Kirche gastierten am Sonntag Chor und Orchester Cantores Corde mit der «Missa Salisburgensis».
Markus Bösch
Die Musiker und der Chor waren während des Konzertes in der ganzen Kirche verteilt. (Bild: Markus Bösch)

Die Musiker und der Chor waren während des Konzertes in der ganzen Kirche verteilt. (Bild: Markus Bösch)

Vom ersten Ton an füllten «die Sänger mit Herz» den Kirchenraum mit der Messevertonung des barocken Komponisten Heinrich Ignaz Franz von Biber ( 1644–1704). Auf drei Emporen und im vorderen Kirchenteil waren vier instrumentale und zwei vokale Chöre verteilt, ergänzt mit Trompeten und Pauken. Und es gelang Chor und Orchester, ein über­wältigendes Klangerlebnis zu schaffen.

Unter der Leitung von Karl Praller spielten und sangen Cantores Corde erst die Motette «Plaudite Tympana» (Schlaget die Pauken) und dann das Kyrie, das Gloria, das Credo, der Sanctus, das Benedictus und das Agnus Dei der «Missa Salisburgensis» in einer beinahe schon unheimlich anmutenden Präsentation. Einen Kontrapunkt der besonderen Art bildete die Komposition «Spiegel im Spiegel» von Arvo Pärt für Cello und Orgel. Die Zuhörer dankten den Akteuren mit langem Applaus für ihr umwerfendes Konzert.

Markus Bösch

romanshorn@thurgauerzeitung.ch

Cantores Corde führt die «Missa Salisburgensis» noch zweimal auf: Am kommenden Samstag, 28. Oktober, um 19.30 Uhr in der Wiler Kreuzkirche und am Sonntag, 29. Oktober, um 17.15 Uhr in der evangelischen Kirche Weinfelden.

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