ROMANSHORN: Holz statt Gas

Die Stimmbürger der Primarschulgemeinde sagen deutlich Ja zum Kredit in der Höhe von 690000 Franken für eine Schnitzelheizung.

Markus Schoch
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Markus Schoch

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@thurgauerzeitung.ch

Noch am letzten Freitag wagten weder Schulpräsident Hanspeter Heeb noch Schulsekretär Simon Alig eine Prognose. Die Vorlage war umstritten: Die SVP hatte vor allem aus finanziellen Überlegungen die Nein-Parole beschlossen. Auch Leserbrief-Schreiber kritisierten die geplante Investition von 690000 Franken in eine Holzschnitzelheizung für das Schulareal Pestalozzi mit Einbezug des Unterschulhauses als unverhältnismässig. Fachleute schätzten die Mehrkosten im Vergleich zu einer Gasheizung auf rund 300000 Franken. Auf genaue Abklärungen dazu hatte die Primarschulbehörde verzichtet. Die Summe könne darum auch deutlich tiefer oder höher sein, schrieb sie in einer Stellungnahme kurz vor der Abstimmung.

Die Bedenken von Heeb und Alig waren unberechtigt. Die Schulbürger haben dem Kredit gestern deutlich mit einem Ja-Anteil von 59,1 Prozent zugestimmt. Die Stimmbeteiligung lag bei 45,5 Prozent.

Die Primarschulbehörde freue sich über die Zustimmung, schreibt sie in einer Mitteilung. «Und sie dankt für das Vertrauen und die Unterstützung – insbesondere für das Anliegen, beim Heizen nicht nur die reinen Kosten zu berücksichtigen, sondern auch ökologische Kriterien sowie die Herkunft des verwendeten Energieträgers.» Der Entscheid sei ein Bekenntnis zum Thurgauer Wald, sagt Heeb. Denn die Behörde will die Holzschnitzel möglichst lokal einkaufen.

Die derzeit betriebene Heizung in der Pestalozzi-Turnhalle ist nur noch bedingt funktionsfähig und muss noch vor der nächsten Heizperiode ersetzt werden. Die Arbeiten zum Einbau der Holzschnitzelheizung werden im Frühsommer starten.