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ROMANSHORN: Grosse Pläne für riesiges Haus

Die neuen Besitzer des Massivlagerhauses machen vorwärts. Am Montag haben sie das Baugesuch für den 40 Millionen Franken teuren Umbau eingereicht. Geplant sind unter anderem ein Restaurant, ein Saal und Lofts.
Markus Schoch
Visualisierung des Umbaues mit einem der beiden Eingänge gleich bei der Anlegestelle der Fähre. (Bilder: pd)

Visualisierung des Umbaues mit einem der beiden Eingänge gleich bei der Anlegestelle der Fähre. (Bilder: pd)

ROMANSHORN. Das dreistöckige Gebäude ist mit 9000 Quadratmetern Grundfläche riesig und steht seit vielen Jahren leer. Jetzt soll neues Leben in die alten Mauern kommen. Und zwar schon bald.

Peter Schnückel Geschäftsführer der Kornhaus Romanshorn AG (Bild: HAGEN SCHMITT)

Peter Schnückel Geschäftsführer der Kornhaus Romanshorn AG (Bild: HAGEN SCHMITT)

Am Montag haben die neuen Besitzer um Peter Schnückel das Baugesuch für den Umbau und die Renovation des 1871 erbauten Massivlagerhauses am Romanshorner Hafen eingereicht mit dem Ziel, im kommenden Winter mit den Arbeiten zu beginnen. Der Zeitpunkt wäre ideal, weil der Wasserstand des Bodensees dann tief ist, was für den Bau der zweistöckigen Tiefgarage mit 98 Plätzen von Vorteil wäre. «Wir wollen vorwärts machen und dafür sorgen, dass etwas passiert», sagt Mediensprecher Sven Bradke.

Die Aussichten stehen nicht schlecht, dass es mit der Baubewilligung ohne lange Umwege klappen könnte. «Wir haben in den letzten Monaten nicht nur projektiert, sondern vor allem auch viele Gespräche geführt», sagt Schnückel. Sie seien im Dialog mit der Stadt, der Denkmalpflege, den Anstössern und dem Heimatschutz, deren Anliegen in die Überlegungen eingeflossen seien. Kommt hinzu, dass es vor Jahren bereits einmal ein bewilligtes Projekt gab, das sich an die von Architekt Andreas Hermann gezeichneten Pläne der Kornhaus Romanshorn AG anlehnt. «Wir legen eine konsensfähige Lösung vor und sind darum guten Mutes», sagt Bradke.

Blick von einem Appartement auf den begrünten Lichthof im Innern.

Blick von einem Appartement auf den begrünten Lichthof im Innern.

Zweites Museum geplant

Das Erdgeschoss soll öffentlich zugänglich sein mit Eingängen auf der West- und der Ostseite. Bereits seit längerem bekannt ist, dass das Schweizerische Spielmuseum im Kanton Waadt einen Ableger in Romanshorn eröffnen will. Das Konzept sieht noch ein zweites Museum vor. Konkretes lässt sich im Moment nicht sagen. «Es laufen verschiedene Gespräche mit möglichen Interessenten», sagt Schnückel. Weiter soll es einen Gastronomiebetrieb mit 140 Plätzen innen auf zwei Etagen und rund 100 Plätzen aussen auf einer (neuen) Terrasse mit Blick aufs Wasser geben. Es habe durchaus Platz für ein zweites Restaurant neben demjenigen der Schweizerischen Bodensee Schifffahrt bei der neuen Plattform, ist Schnückel überzeugt. Zumal es im Zusammenhang mit dem 275 Quadratmeter grossen Festsaal gesehen werden müsse, der ebenfalls im Erdgeschoss des Massivlagerhauses geplant ist. Er verfügt über eine Bühne und bietet 280 Personen Platz. Gedacht ist der Raum für Privat- und Firmenanlässe, Veranstaltungen und Konzerte. «Auch die Gemeinde könnte ihn selbstverständlich nützen», sagt Bradke. Schliesslich bleiben auf dieser Ebene noch 400 Quadratmeter für gewerbliche Nutzung. «Wir würden uns etwas Maritimes wünschen», sagt Schnückel. Denkbar sei ein Showroom.

Bis zu 38 Appartements

Das Obergeschoss wird zum so genannten Boardinghouse mit bis zu 38 Appartements in verschiedenen Grössen, die für mehrere Wochen oder Monate gemietet werden können. Die kleinen Wohnungen mit einer Fläche zwischen 28 und 65 Quadratmetern sind als Alternative zu einem Hotelzimmer gedacht und verfügen über eine Küche sowie Mobiliar. Für die nötige Helligkeit im inneren Bereich des Massivlagerhauses sorgt ein begehbarer und begrünter Lichthof über die oberen beiden Stockwerke mit fast 600 Quadratmetern Fläche – er war schon im früheren Projekt vorgesehen. Zielgruppe der Appartements sind temporäre Mitarbeiter in einem Betrieb, Studenten, Gast-Professoren oder Freizeitsportler, die für eine längere Zeit eine Bleibe suchen. «Wegen der verkehrstechnisch optimalen Lage sowie der besonderen Umgebung am See wird mit einer guten Nachfrage gerechnet», schreibt die Kornhaus AG in einer Mitteilung.

Riesige Lofts unter dem Dach

Bereits gross ist das Interesse an den zwölf Loft-Eigentumswohnungen mit Galerie unter dem Dach, die zwischen 148 und über 300 Quadratmeter messen. Sie sind schon seit einiger Zeit ausgeschrieben – ohne Pläne und Bilder. «Und trotzdem haben wir schon Reservationen», sagt Schnückel.

Der geplante grosse Spielplatz der Schweizerischen Bodensee Schifffahrt gleich nebenan auf der Bunkerwiese sei kein Verkaufshindernis. «Bis jetzt hatten wir von Interessenten im Gegenteil ausnahmslos positive Reaktionen wegen des <RobinsHorn>», sagt Schnückel.

www.kornhaus-romanshorn.ch

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