ROMANSHORN: «Gebt die Welt nie auf!»

Am Fasnachtsgottesdienst in der katholischen Kirche gaben am Sonntag die Romis Näbel Horner musikalisch den Takt an. Die Predigt von Gemeindeleiterin Gaby Zimmermann vereinte Poesie und Politik.

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Gemeindeleiterin Gaby Zimmermann klatscht im Gottesdienst zur Musik der Romis Näbel Horner. (Bild: Markus Bösch)

Gemeindeleiterin Gaby Zimmermann klatscht im Gottesdienst zur Musik der Romis Näbel Horner. (Bild: Markus Bösch)

So wie der Gottesdienst zur Romanshorner Fasnacht gehört, gehören die Näbel Horner zur besinnlich-humorvollen Feier: Und sie begeisterten einmal mehr die zahlreichen Besucher mit ihren kakofonen Guggenmelodien. Mit dabei waren auch Jungwacht und Blauring mit einem speziellen Kinderprogramm sowie Verseschmied Stöff Sutter als Petrus.

Im Mittelpunkt stand aber einmal mehr die Predigt von Gemeindeleiterin Gaby Zimmermann: Mit Witz und Charme nahm sie alle mit auf eine Reise in die Gefilde der Lokal- und Weltpolitik. Zum umstrittenen amerikanischen Präsidenten Donald Trump meinte sie: «Zum Glück ist er kein Katholik, aber sonst alles Show. Und dank der Bürgerrechte wurde er wohl gewählt...»

Pointiert waren dann die Lieder zur lokalen Prominenz, beispielsweise der Kolossaltango, in dem der Stadtpräsident und die Stadtentwicklerin besungen werden. «Und sie tanzen einen Tango, David Bon und Nina Stieger. Und er sagt ihr leise: «Baby, mach was Grosses aus der Stadt. Noch viel toller als Manhattan, als Paris und Rom. Und Nina, wichtig ist dabei das eine, dass es sonst noch keiner hat. Kolossaltango im Sitzungszimmer. Grosse Gedanken, es ist wie immer. Morgens bis abends ist man am Planen. Wer kann schon ahnen, fällt ein Beschluss?»

Die FCR-Schnitzelbanksänger wurden dann für ihre zahlreichen Lieder gelobt. «Toll, wie Ihr das macht, und hier habt Ihr gleich noch den Fussball in Romanshorns Stadtfarben.»

Wohl alle Anwesenden mussten sich in die Pflicht nehmen lassen mit dem Song, der die Partnerschaft mit dem Handy zum Thema hat. «Ohne dich wäre ich verloren, das wär die Katastrophe – und so nah wie du, ist mir sonst keiner!» Und schliesslich gab Zimmermann allen den Rat mit auf den Weg: «Trotz Dreck und Krieg und vielem mehr, gebt die natürliche Welt niemals auf, hütet das Leben an Gottes statt und denkt dran: Ein bisschen Himmel ist schon hier.»

Markus Bösch

romanshorn@thurgauerzeitung.ch