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ROMANSHORN: FDP am Puls des Gewerbes

Geringe Kaufkraft, sinkende Umsätze und Verkehrsfragen: Das regionale Gewerbe hat einen schweren Stand. Der Verbandspräsident und Vertreter der FDP haben sich zum Gedankenaustausch getroffen.
Sara Carracedo
Es brauche eine Stärkung des Zentrums, sagt Stadtpräsident David H. Bon. (Bild: Sara Carracedo)

Es brauche eine Stärkung des Zentrums, sagt Stadtpräsident David H. Bon. (Bild: Sara Carracedo)

Sara Carracedo

romanshorn@thurgauerzeitung.ch

Der Gewerbeverband Romanshorn und Umgebung hatte am Samstag die Gelegenheit, der FDP Romanshorn und Vertretern des Stadtrates zu erläutern, wo ihn der Schuh drückt. Dies im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Die FDP am Puls». Diese Chance nutzte Verbandspräsident Roland Schneeberger und freute sich über die Einladung zum ungezwungenen Austausch: «Wir sind der Meinung, dass die Verknüpfung zwischen Gewerbe und Politik sehr wichtig ist.» Es sei das erste Mal, dass ein solcher Austausch zwischen dem Gewerbeverband und der FDP stattfinde, erklärt Schneeberger.

Das Gewerbe einbinden

Mit Vertretern des Stadtrats pflege das Gewerbe einen regelmässigen Austausch. Schneeberger sieht den Nutzen vor allem darin, nach aussen zeigen zu können, dass gemeinsam an einem Strick gezogen werde: «Wir wollen der Bevölkerung vermitteln, dass wir uns zumindest in den Wirtschaftskreisen einig sind.» Dieses positive Feedback gegen aussen sei extrem wichtig und müsse gestärkt werden.

Arno Germann, Präsident der FDP Romanshorn, will vor allem den Kontakt zwischen Wirtschaft und Politik festigen. «Wir wollen vom Gewerbe hören, welche Anliegen es an die Politik hat und wie wir das Gewerbe als Partei unterstützen können», sagt Germann. Doch auch er hat eine klare Erwartung an den Gewerbeverband: «Unser Anliegen ist, dass wir personelle Vertretung durch den Gewerbeverband erhalten. Das wäre unsere Wunschvorstellung.»

«Die Umsätze sinken im freien Fall»

Dem Gewebe brennen aktuell vor allem der gestiegene Steuerfuss und die Verkehrsführung unter den Nägeln. Diese Punkte wurden auch in der Diskussion angeschnitten. Doch die Hauptproblematik im Gewerbe und bei den Detaillisten sei anderer Natur, erklärt Schneeberger: «Die Umsätze sinken im freien Fall.» Dies habe aber nichts mit der Politik, dem Steuerfuss oder der Verkehrsführung zu tun, sondern vielmehr mit der Kaufkraft der Bevölkerung. Diese Problematik erkennt auch Stadtpräsident David H. Bon und sieht die Lösung im Zentrum: «Wer im Zentrum wohnt, geht auch im Zentrum einkaufen. Es braucht also auch Leute, die im Zentrum leben und sich dann auch für das Zentrum einsetzen.»

Romanshorn als Wohnstadt

Andreas Karolin, Präsident der Spitex Romanshorn, sieht Romanshorn als Wohnstadt und sucht nach den Reizen der Stadt. «Das ganze Seeareal und die gute Infrastruktur, aber auch die Nähe von Bahn zu Coop beispielsweise ist sehr interessant. Darauf müssen wir setzen.» Das Fokussieren auf die Innenstadt und das Zen­trum sehe er nicht als Weg. Die Standortattraktivität ist das Thema. Germann fasste die Diskussion zusammen: «Die Frage ist nun: Welcher Standort soll gefördert werden? Ist es die Innenstadt oder der See? Da gingen die Meinungen auseinander.» Dies seien aber Gräben, die nicht heute überwunden werden könnten.

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