ROMANSHORN: Es fügt sich alles zusammen

Die beiden Kunstschaffenden Ursula Höhn und Jürg-Peter Huber präsentieren in der Offenen Galerie an der Alleestrasse 39 vom 22. bis 26. März Arbeiten.

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Jürg-Peter Huber und Ursula Höhn inspirieren sich. (Bild: PD)

Jürg-Peter Huber und Ursula Höhn inspirieren sich. (Bild: PD)

Ursula Höhn spielt mit Materialien, schneidet, klebt, malt und fügt zusammen. Der in Zürich aufgewachsenen Frau, die seit über zehn Jahren ein Atelier in Romanshorn betreibt, geben Zufallsfunde, so gut wie Papierreste oder zerlegte frühere Werke Anstoss zur Gestaltung von Collagen und dreidimensionalen Objekten. Ihre Naturverbundenheit fliesst in die abstrakte Formensprache ihrer Werke ein. «Im Pröbeln, Verwerfen und Neubeginnen hallen Sinneswahrnehmungen nach, tauchen Ideen auf, formt sich langsam eine Gestalt», sagt die Künstlerin. Ihr Schaffen stellt die 71-Jährige seit mehr als 20 Jahren in Galerien aus.

Jürg-Peter Huber verfasste rund zwei Dutzend Reiseführer und Landschaftsporträts für namhafte Verlage wie Merian, Prestel und Silva und brachte diese Erfahrung schliesslich auch an der Kantonsschule Romanshorn ein. Als Gegenpol zum Bücherschreiben hat der Geograf vor knapp einem Vierteljahrhundert seine Liebe zur traditionellen ­japanischen Gedichtform «Haiku» entdeckt. Die dreizeiligen «Haikus» gelten als kürzeste Gedichtform und zeichnen sich durch Konkretheit, Gegenwärtigkeit und Offenheit aus. «Nicht zuletzt sind im Zusammenwirken mit Ursula Höhn beglückende Miniaturen entstanden», erwähnt der 72-Jährige dankbar.

In der Ausstellung «Fügung» präsentiert der Geopoet für einmal keine «Haikus», sondern klassische japanische Fünfzeiler. Die von Jürg-Peter Huber verfassten «Tankas» sind poetische Reflexionen um das Verhältnis zur Natur und das Unterwegssein in der sich wandelnden Welt. Die Wortschöpfungen offenbaren Einsichten von Reisen in Europa, Südamerika und Japan. (mtb)

Die Ausstellung «Fügungen» ist vom 22. bis 24. März von 16 bis 19 Uhr, am Samstag, 25. März, von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag, 26. März, von 11 bis 14 Uhr geöffnet. Am Mittwoch, 22. März, um 18 Uhr und am Sonntag, 26. März, um 12 Uhr bietet das Künstlerpaar ergänzend Gespräche über einzelne Werkgruppen an.