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ROMANSHORN: Eine Fähre aus Holz

Am gut besuchten Wirtschaftsforum diskutieren Unternehmer und Politiker ihre Ansichten zum Thema «Innovation».
Gesprächsrunde im Autobau mit Daniel Bajka, Josef Kolb, Catherin Zahner, Jörg Sennheiser und David H. Bon. (Bild: Christof Lampart)

Gesprächsrunde im Autobau mit Daniel Bajka, Josef Kolb, Catherin Zahner, Jörg Sennheiser und David H. Bon. (Bild: Christof Lampart)

120 Personen liessen sich den Treff im Autobau nicht entgehen. Wie jedes Jahr luden die Stadt, der Gewerbeverein und der Ar- beitgeberverband zum Wirtschaftsforum, diesmal unter dem Motto «Innovation». Unternehmer und Politiker erörterten die Frage: Welche Innovationen sind unverzichtbar, um auf dem Markt zu bestehen?

«Viele Lehrer verstehen Technologien nicht»

Jörg Sennheiser, dessen Firma für Mikrofone und Kopfhörer bekannt ist, sagte: «In meiner Firma ist Innovation etwa bei der Integration von Mikrofonen in Smartphones gefragt, aber viele Künstler sind abergläubig. Haben sie ein Mikrofon, mit dem sie sich wohl fühlen, dann wollen sie kein anderes.» Man pflege handwerkliche Traditionen weiter und Innovation sei lang nicht alles. Hingegen wäre es an der Zeit, dass die Schulen Technologie einen höheren Stellenwert einräumen würden. «Viele Lehrer verstehen die Technologien nicht, halten sie sogar für gefährlich und lehnen sie ab.» Daniel Bajka von der Sparkzone GmbH, der Anfang der 1980er mit Steve Jobs bei Apple arbeitete, sah gerade in der Ostschweiz mit ihrer langen Tradition als Standort für die klassischen Industrie- und Handwerksberufe grosses Potenzial, um Junge ohne akademische Bildung fit für das «Zeitalter des Internets der Dinge» zu machen. «Heute weiss jeder Teenager mit einem Smartphone kreativ umzugehen. Hier könnten wir für die Region etwas schaffen, das eine vielversprechende Perspektive böte.» Sowohl die im Holzbau tätige Joseph Kolb AG als auch der Pharmahersteller Max Zeller AG greifen bei der wissenschaftlichen Suche nach innovativen Lösungsansätzen auf das Denkvermögen junger Akademiker zurück. «Wir sind ein kopflastiges Unternehmen, das seine Lösungsansätze in der Zusammenarbeit mit Fachhochschulen und Universitäten überprüft. Zum Beispiel, indem wir eine Doktorarbeit vergeben», sagte Zahner. Auch Josef Kolb sagte, wie wichtig im modernen Holzbau der Input von Forschern ist. «Wir wollen mit der Wissenschaft Grenzen überschreiten. Warum bauen wir nicht eine Fähre aus Holz, mit der man von Romanshorn Lastwagen über den See fahren kann?» (art.)

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