ROMANSHORN: Ein Minus von 7000 Franken

Die Sekundarschulgemeinde rechnet im nächsten Jahr mit einer roten Null. 2019 steht aber eine Steuerfusserhöhung um 3 Prozentpunkte ins Haus.

Markus Schoch
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Es ist eine grosse Investition: Im Moment baut die Sekundarschule auf der Weitenzelg-Anlage für fast 17 Millionen Franken neuen Schulraum als Ersatz für in die Jahre gekommene Gebäude. Es laufe gut, sagte Sekundarschulpräsident Walo Bohl an der Budgetgemeinde, bei der die Schulbürger alle Anträge der Behörde einstimmig und diskussionslos guthiessen. Die Arbeiten würden planmässig vorangehen. Erfreulich und sehr wichtig sei auch, dass sich das Sicherheitskonzept bewähre.

Im nächsten Jahr soll der Ersatzneubau in Betrieb gehen. Der Steuerfuss von heute 36 Prozent wird dann nicht mehr zu halten sein. Die Behörde habe immer wieder darauf hingewiesen, dass er wegen der zusätzlichen Abschreibungen und Zinsbelastung um drei Prozentpunkte erhöht werden müsse, rief Bohl am Montagabend in Erinnerung.

Alle Schüler haben ein Tablet

Seit diesem Schuljahr sind alle Schüler der Sekundarschulgemeinde mit einem persönlichen Tablet ausgerüstet. «Wir dürfen feststellen, dass sie sehr sorgsam mit dem Gerät umgehen», schreibt die Behörde im Jahresbericht. Trotzdem gehe immer wieder einmal eines kaputt, sagte Bohl an der Budgetgemeinde. Die grosse Herausforderung sei zu verhindern, dass in einer Klasse die verschiedensten Modelle in Betrieb seien. Die Tablets seien eine Möglichkeit, den Unterricht vielfältiger zu gestalten. Sie würden aber auf keinen Fall den persönlichen Kontakt zwischen Schüler und Lehrer ersetzen, betont die Behörde.

Weil die Stadt sparen muss, beteiligt sich die Sekundarschulgemeinde – ebenso wie die Primarschulgemeinde – neu mit 10000 Franken an den Kosten für die Herausgabe des amtlichen Publikationsorgans. Der Stadtrat hatte im Rahmen der haushalt­sichernden Massnahmen in Aussicht gestellt, andere Körperschaften und Dritte wie Vereine oder Leser für die Finanzierung des «Seeblick» ins Boot holen zu wollen.

Im Moment besuchen rund 330 Jugendliche die Sek. Eine von Stadt und Schulen in Auftrag gegebene Studie rechnet trotz reger Bautätigkeit nicht mit einer Zunahme der Schülerzahlen durch Zuwanderung, da es in Romanshorn für Familien schwierig ist, geeigneten Wohnraum zu finden.

Markus Schoch

markus.schoch

@thurgauerzeitung.