ROMANSHORN: Ein Abschied mit Wehmut

Am Samstagabend genossen einmal mehr Hunderte Personen den Laternliweg zur Waldschenke und das gesellige Beisammensein. Es war das letzte Mal.

Markus Bösch
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Kinder und Erwachsene sind am Endpunkt des Laternliwegs angekommen. (Bild: Markus Bösch)

Kinder und Erwachsene sind am Endpunkt des Laternliwegs angekommen. (Bild: Markus Bösch)

Markus Bösch

romanshorn@thurgauerzeitung.ch

Auch wenn der Laternliweg schon fast zur Tradition geworden ist: Die Initiatoren hören nach zehn Jahren auf. Im Winter 2006 hatten sie sich als Familien beim Brünneli getroffen und sich auf dem dunklen Nachhauseweg einen Lichtschein gewünscht. Daraus ist dann die Idee eines Laternliwegs entstanden.

«Umgesetzt haben wir den Laternliweg auf der Strecke vom Spitz zur Waldschenke, deren Besitzer sofort begeistert mitgemacht haben», erzählen Emil Gsell und Rolf Bertschinger. Seither haben die beiden gemeinsam mit Ruth und Heinz Ramsperger den vorweihnachtlichen Anlass Jahr für Jahr organisiert.

Die Suche nach einem Ersatz hat begonnen

Der Rückhalt in der Bevölkerung war gross. Die Leute honorierten mit ihrem Erscheinen die Idee. Ein grosses Dankeschön richten die Veranstalter auch an die Stadt und das EW für die Unterstützung. Und nicht zuletzt an die rund 35 Helferinnen und Helfer, die jeweils Hand anlegten.

Neben den Verpflegungsmöglichkeiten gab es immer auch eine musikalische Unterhaltung. Dafür sorgten der Schüler- und der Männerchor sowie Musik- vereine. Beim letzten Mal spielte die Guggenmusik «Herischränzer» aus Herisau mit extra ein- studierten adventlichen Klängen auf. «Wenn wir nun aufhören, machen wir Platz für neue Ideen, die ähnlich oder auch ganz anders aussehen können», erklärten die Organisatoren.

Darauf hoffen jetzt wohl die meisten der rund 800 Teilnehmer. Sowohl Familie Schmid als auch Familie Rupflin, beide aus Romanshorn, sagten es stellvertretend für viele: «Es war jeweils schön, diesen Weg in den Wald hinein zu gehen und bei der Waldschenke bekannte Gesichter zu sehen oder auch neue Menschen zu treffen. Wir freuen uns auf neue Ideen und Leute, welche die Initiative ergreifen und in der Adventszeit etwas auf die Beine stellen. Es gibt in Romanshorn viele Orte, die dazu einladen.»

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