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ROMANSHORN: Die Badi geht schon wieder auf

Bereits am kommenden Montag beginnt in der Traglufthalle die zweite Saison im Seebad. Das Pilotprojekt stösst schweizweit auf grosses Interesse.
Markus Schoch
Sprung ins Wasser: Ab nächster Woche ist Winterbetrieb im Romanshorner Seebad. (Bild: Reto Martin (10. Dezember b2016))

Sprung ins Wasser: Ab nächster Woche ist Winterbetrieb im Romanshorner Seebad. (Bild: Reto Martin (10. Dezember b2016))

Markus Schoch

markus.schoch

@thurgauerzeitung.ch

Es war eine gute erste Saison, und die zweite soll noch besser werden. Die Genossenschaft Winterwasser als Betreiberin der Anlage hat aufgrund der Erfahrungen im letzten Winter einiges geändert, beispielsweise im Bereich der Öffnungszeiten. Die Bevölkerung kann neu an drei statt nur an zwei Tagen in der Woche bereits ab 6 Uhr im 25-Meter-Becken unter der Traglufthalle ins 26 Grad warme Wasser steigen. «Wir haben damit auf einen verbreiteten Wunsch der Badegäste reagiert», sagt Genossenschaftspräsident Hanspeter Gross.

Dafür sind andere, schlecht frequentierte Zeitfenster wie etwa am späten Samstagnachmittag oder am Freitagabend gestrichen worden. Unter dem Strich bleibt die Traglufthalle –wie mit der Stadt vertraglich vereinbart – 35 Stunden pro Woche öffentlich zugänglich.

Das Interesse der Schulen wächst

In der restlichen Zeit steht sie unter anderem Vereinen zur Verfügung. Aber auch Schulen können das temporäre Hallenbad mit den zwei grossen Fensterfronten nutzen. Die Genossenschaft ist die Gemeinden in den letzten Monaten gezielt angegangen. Mit Erfolg, sagt Gross: «Wir konnten einige Schulen zusätzlich gewinnen.» Für Unentschlossene bietet die Genossenschaft Probelektionen unter Leitung des Schwimmclubs an. Sie finden jeweils am Dienstag zwischen 13.45 und 15.15 Uhr statt. Das Angebot für Gruppen richtet sich auch an Vereine oder Familien.

Von anderen Optimierungsmassnahmen merken die Besucher nichts direkt. Sie sind für die Verantwortlichen aber von grosser Bedeutung, da sie helfen, die Betriebskosten zu senken. Die Konstruktion der Traglufthalle ist ein Prototyp. Verwendet wird als Hülle eine spezielle, für die Raumfahrt entwickelte Membran mit sehr guten Dämmwerten. Wie sich gezeigt hat, waren die Verbindungen der Folienelemente aber nicht ideal. «Wir versprechen uns in energetischer Hinsicht einiges von der neuen Lösung», sagt Gross. Das Gleiche gilt für die technischen Anpassungen im Bereich des Durchganges, der die Umkleide-Container mit dem Bad (Raumtemperatur 28 Grad) verbindet.

Heizung läuft jetzt viel billiger

Viel Geld spart die Umstellung beim Heizmaterial. Die Stadt bezieht jetzt Holzschnitzel aus der Region, die an der Luft getrocknet werden . Und nicht mehr solche, denen das Wasser in einer mit Öl betriebenen Anlage entzogen wird. «Sie sind etwa 30 Prozent billiger», sagt Gross. Die Genossenschaft kann die Kosten damit um etwa 10000 Franken senken, die Stadt im Sommer um 10000 bis 15000 Franken.

Die Traglufthalle stösst schweizweit auf grosses Interesse. «Sie ist ein eigentliches Vorzeigeobjekt», sagt Gross. Diverse Vertreter kantonaler Energiefachstellen seien kürzlich vor Ort gewesen, um sie sich anzuschauen, sagt Gross. Denn an verschiedenen Orten im Land gebe es Projekte, die auf die gleiche Technologie setzen wollten. Nicht ohne Grund: Die geltenden Grenzwerte im Energiebereich könnten leicht eingehalten werden. «Wir liegen weit darunter.» Gross geht davon aus, dass die Energierichtlinie für Traglufthallen schon bald angepasst werden.

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