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ROMANSHORN: Der See rückt näher

Ein Blick von der Bahnhofunterführung direkt in die Unterwasserwelt des Hafens und selbst eine Hundebadi sind im Massnahmenkatalog der Uferplanung vorgesehen.
Markus Schoch
Hoffnung für Hundehalter: Bei der Ostmole des Yachthafens könnte es eine Badi für Hunde geben. (Bild: Reto Martin)

Hoffnung für Hundehalter: Bei der Ostmole des Yachthafens könnte es eine Badi für Hunde geben. (Bild: Reto Martin)

Markus Schoch

markus.schoch

@thurgauerzeitung.ch

Für Pflanzen und Tiere ist das Seeufer in Romanshorn auf weite Strecken ein schlechter Lebensraum. Von der Gemeindegrenze zu Uttwil bis fast zum Seebad gilt es als weitgehend naturfern. Der Kanton würde die vielen Mauern am Wasser gerne ganz oder teilweise weg haben, um die entsprechenden Bereiche ökologisch aufwerten beziehungsweise revitalisieren zu können. Die Priorität ist aber gering. Auch optisch wünschen sich die Verantwortlichen in Frauenfeld in diesem Abschnitt mehr Durchlässigkeit. «Vom Veloweg her sollte eine möglichst freie Sicht in die Gärten und auf die Uferbestockung respektive den See gewährleistet sein», heisst es in den öffentlich aufliegenden Unterlagen. Damit auch die Fussgänger etwas davon haben, soll der Wanderweg näher am See vorbeiführen. Als Option mit geringer Priorität schlägt der Kanton in diesem Zusammenhang vor, den Bau einer Brücke über die Gleise zur Holzensteiner Badi zu prüfen. Eine weitere Massnahme: «Der Tobelmülibach ist im Oberlauf durchgängig zu öffnen und ausreichend zu bestocken, damit er als Vernetzungselement funktionieren kann.»

Freizeit- und Erholungsraum aufwerten

Handlungsbedarf sieht der Kanton ebenfalls im Bereich zwischen Hinderloo und der Werft der Schweizerischen Bodensee Schifffahrt (SBS). «Der betreffende Uferabschnitt umfasst das gesamte touristisch attraktive und frei zugängliche Ufer von Romanshorn mit dem Seebad, den städtischen Parkanlagen und den verschiedenen Häfen», heisst es in den Unterlagen. Dieser «grüne, urbane Freizeit- und Erholungsraum soll landschaftsgestalterisch weiter aufgewertet und die hart verbauten Ufer sollen – wo möglich und passend – durch geeignete Revitalisierungsmassnahmen in ökologischer Hinsicht verbessert werden.»

Im Auge hat der Kanton «insbesondere auch das Gebiet um den Fährhafen sowie den Entwicklungsschwerpunkt Hafenpark mit Silogebäude, Kornhaus und Bunkerwiese», auf der die SBS bekanntlich einen Abenteuerspielplatz bauen will, was nicht allen passt. Dazu heisst es in der Uferplanung: Die Bunkerwiese sei landschaftsgestalterisch für Touristen und Erholungsnutzung aufzuwerten. Dem Bau und Betrieb der Freizeitanlage steht also auch von dieser Seite her nichts im Wege. Und die vom Kanton in der Bewilligung für den Bau und Betrieb des so genannten Robins-Horns gemachte Auflage ist auch bereits berücksichtigt: Die SBS muss südlich der Werft ca. 60 Meter Uferverbauung aus Blocksteinen entfernen, ein Flachufer schaffen und standortgerecht bepflanzen. So jedenfalls sieht es die Uferplanung vor.

Gleisquerung und attraktive Promenade

Hoch oben auf der Prioritätenliste steht das ebenfalls umstrittene Projekt einer Gleisquerung, das die Stadt seit längerem verfolgt und das Teil des überarbeiteten Richtplanes ist. Ebenso wie eine Art Boulevard entlang der Hafenmauern zwischen Altem Zollhaus und SBS-Werft. Entstehen soll, wenn immer möglich, auf einer Breite von 10 Metern eine «attraktive, möglichst ganzjährig belebte Promenade». Geprüft werden soll ausserdem die Aufhebung der Parkplätze auf der Mole des Fährehafens. Und auf der Nordseite des SBB-Hafens möchte der Kanton «die aktuell spärlich gestaltete, teilweise als Parkplatz genutzte Fläche zur urbanen Seeuferanlage aufwerten» und nur noch Fussgänger zulassen. Die Priorität dieser Massnahme ist hoch.

Hoffen lässt die Uferplanung die Hundehalter, die sich eine Badi für ihre Vierbeiner in Romanshorn wünschen. Genährt vom Versprechen von Stadträtin Melanie Zellweger, in der aktuellen Amtsperiode ein entsprechendes Konzept auszuarbeiten. Bei der Ostmole des Yachthafens soll es gemäss Uferplanung einen Hundeauslauf mit Hundebadi und Flachufer geben, heisst es in den Unterlagen. Allerdings ist die Priorität gering.

Wichtiger ist es nach Ansicht des Kantons, in der Verlängerung der Bahnhofunterführung grosse Bullaugen einzubauen, «die einen Blick in die Unterwasserwelt des Hafenbeckens ermöglichen.» Diese neue Idee hat mittlere Priorität.

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