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ROMANSHORN: Der Fahrlehrer findet Gehör

Die Stadt reagiert auf die Kritik von Benny Studer wegen falscher oder irreführender Signalisationen. Sie geht seinen Hinweisen nach.
Markus Schoch
Benny Studer, Fahrlehrer (Bild: pd)

Benny Studer, Fahrlehrer (Bild: pd)

Benny Studer hat doch noch einen Termin bei der Stadt bekommen, um zu erklären, wo aus seiner Sicht Fehler passiert sind. Am 12. Januar traf er sich mit einer von Stadtrat Urs Oberholzer angeführten Delegation zu einem längeren Gespräch. «Es war ein konstruktiver Dialog», sagt der Fahrlehrer im Rückblick. Er habe den Eindruck, dass man seine Einwände, die er vorgebracht hat, ernst genommen habe, was lange nicht der Fall gewesen sei (wir berichteten).

Studer täuscht sich nicht. Auch Stadtrat Oberholzer spricht von konstruktiven Diskussionen. «Wir werden die Hinweise überprüfen, priorisieren und dann umsetzen.» Sofern sie es nicht schon gemacht hätten. Sicher nicht vordringlich seien Massnahmen auf (ehemaligen) Kantonsstrassen – also beispielsweise auf der Bahnhofstrasse.

Studer kann mit dem skizzierten Vorgehen der Stadt gut leben. Er habe nie gefordert, dass alle Missstände sofort behoben werden müssten. «Ich erwarte aber von den Verantwortlichen, dass sie in Zukunft besser machen, was besser zu machen ist.»

Ihm sei es einzig darum gegangen, die zuständigen Stellen für die Probleme auf den Strassen in Romanshorn zu sensibilisieren und so zu helfen, Unfälle zu verhindern, unnötige Investitionen zu vermeiden und die Stadt vor teuren juristischen Auseinandersetzungen zu bewahren.

Alles im Detail dokumentiert

Studer hat in den letzten Jahren Dutzende irreführende, mangelhafte oder schlicht falsche Signalisationen in der Hafenstadt dokumentiert. Es geht beispielsweise um einzelne Seitenstrassen, wo die Verkehrsteilnehmer im Unterschied zu allen anderen entlang der übergeordneten Strasse Vortritt haben. Oder um Tafeln mit kuriosen Ausnahmeregeln, die es Anwohnern verunmöglichen, vor ihr Haus zu fahren. Oder um Strassen, wo einem Autos entgegen kommen, obwohl es nur Velos und Mofas sein dürften. Studer weist aber nicht nur mit dem Finger auf die Schwachstellen hin, sondern sagt auch, was geändert werden müsste, damit am Schluss alles seine Richtigkeit hat.

Für den Fahrlehrer ist die neueste Entwicklung eine späte Genugtuung. Bereits vor ziemlich genau einem Jahr wies er die Verantwortlichen auf seine Auslegeordnung hin, ohne dass viel passiert wäre. Deshalb meldete er sich an der Budgetgemeinde im November mit fast 600 Teilnehmern zu Wort und bot den Verantwortlichen nochmals in aller Öffentlichkeit seine Hilfe an. Dafür erhielt Studer grossen Applaus – und später eine Einladung von Oberholzer. Der Stadtrat hätte sich ihn sogar in der Verkehrskommission vorstellen können. Studer selber allerdings nicht. «Das ist nichts für mich.»

Markus Schoch

markus.schoch@thurgauerzeitung.ch

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