ROMANSHORN: Das geplante Hotel kommt bei der FDP gut an

Die Freisinnigen sagen einstimmig Ja zum Verkauf eines Stückes der Hafenpromenade an Hermann Hess und ebenso klar Ja zu unbefristeten Betriebsbeiträgen ans Eissportzentrum Oberthurgau.

Markus Schoch
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Der Entscheid zum Landverkauf fiel den Freisinnigen nicht schwer. Es gab keine Diskussion und auch nur eine Verständnisfrage an Hermann Hess und Klaus Morlock, die ihnen am Montagabend die Pläne für den Bau eines Hotels an der Hafenpromenade vorstellten. Der Standort sei ideal, meinte Morlock. Nahe am Bahnhof und direkt am See. Die Lage sei zentral, wenn die Rechnung aufgehen sollte, meinte Hess. «Romanshorn ist nicht Zermatt.» Voraussetzung für einen rentablen Betrie b des Hotels seien aber auch ein bezahlbarer Bodenpreis und 80 bis 100 Zimmer. «Die meisten Hotels sind defizitär, weil sie zu klein sind.» Das Bedürfnis sei ausgewiesen, widersprach Hess Leserbriefschreibern, die es besser wissen wollen. «Das Hotel ist nicht nur für Romanshorn, sondern für den ganzen Oberthurgau.» Wie es aussehen wird, könnten sie zwar noch nicht sagen. «Wir wollen aber sicher keine hässliche Bude hinstellen. Damit würden wir uns ins eigene Fleisch schneiden», beteuerte Hess. Der Weg zum Erfolg führe nur über «gute Architektur», sagte Morlock. Wenn es dem Hotel gut gehe, profitiere auch Romanshorn. «Es gibt mehr Kunden für den Detailhandel und die Gastronomie, für Dienstleister und Tourismusanbieter.»

Das alles seien überzeugende Argumente für ein Ja am 24. September, sagte Parteipräsident Arno Germann. Die Abstimmung sei aber noch lange nicht gewonnen, warnte er. «Es gibt viele negative Stimmen in der Bevölkerung.»

Die Ja-Parole fasste die FDP auch in Bezug auf die unbefristeten ­Betriebsbeiträge ans Eissportzentrum Oberthurgau (EZO) im Umfang von jährlich rund 91000 Franken. Der Rückhalt der Sportanlage in der Region sei unge­brochen gross, antwortete Stadtpräsident David H. Bon auf die Frage eines Versammlungsteilnehmers. Neu beteilige sich so­gar die Gemeinde Dozwil an den Kosten.

Ein grosser Erfolg sei die Veranstaltungsreihe «FDP am Puls» mit Anlässen zu Themen, die Romanshorn bewegen, sagte Germann in seinem Jahresbericht. «Es läuft nach wie vor sehr gut.» Die Zahl der Mitglieder ist deswegen aber nicht gewachsen: Aktuell sind es 42 Einzelpersonen und 12 Paare. Der Vorstand ist für eine weitere Amtsperiode im Amt bestätigt worden.

Vorgängig zur Parteiversammlung besichtigten die Freisinnigen die Drahtseilfabrik Fatzer.

Markus Schoch

markus.schoch

@thurgauerzeitung.ch